Ausgewählte Osho-Zitate aus der Osho Online Bibliothek
Osho über Biografie
Wenn du Osho-Zitate über Biografien oder andere Themen, die dich interessieren, in Englisch finden möchtest, kannst du die Osho Online Library besuchen. Diese kostenlose Bibliothek enthält über 225 Englische Osho Bücher, die man lesen oder nach englischen Stichwörtern oder Redewendungen durchsuchen kann.
Im Folgenden findest du eine Auswahl von Osho-Zitaten über Biografien, übersetzt aus der Osho Online Bibliotek:
Ich habe keine Biografie
Osho,
würdest du für unsere Zuhörer bitte einen kurzen Abriss deiner Biografie und deiner ersten Erleuchtung geben? Was geschah und wie?
„Ich habe keine Biografie. Und was immer man für eine Biografie hält, ist völlig unbedeutend. An welchem Tag ich geboren wurde, in welchem Land ich geboren wurde ist unbedeutend. Bedeutsam ist, was ich jetzt bin, genau hier.“
Osho, The Last Testament, Vol. 1, Talk #2
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Keine Biografie kann in Tiefen eindringen
„Vasant Joshi schreibt eine Biografie über mich. Die Biografie ist notgedrungen sehr oberflächlich, so oberflächlich, dass es sich überhaupt nicht lohnt, sie zu lesen. Keine Biografie kann in Tiefen eindringen, insbesondere in die psychischen Tiefen eines Menschen. Besonders, wenn der Mensch an den Punkt gekommen ist, wo der Kopf nicht mehr wichtig ist, wichtig für das Nichts, das im Zentrum einer Zwiebel verborgen ist. Du kann sie Schicht um Schicht abschälen, natürlich mit Tränen in den Augen, aber schließlich bleibt nichts übrig. Und das ist das Zentrum der Zwiebel, das ist, woher sie zu allererst gekommen ist.
Keine Biografie kann in Tiefen eindringen, insbesondere in die Tiefen eines Menschen, der auch den Nicht-Verstand kennengelernt hat. Ich sage bewusst ‚auch‘, denn solange du deinen Verstand nicht kennst, kannst du den Nicht-Verstand nicht kennen. Dies ist mein kleiner Beitrag an die Welt.“
Osho, Glimpses of a Golden Childhood, Talk #34
Alles, was ich jetzt bin, hat keine Geschichte
„Hier möchten viele Leute, dass ich meine Autobiografie schreibe. Das ist sehr schwierig, denn der, über den ich schreiben könnte, bin ich nicht. Alles, was ich jetzt bin, hat keine Geschichte. Nach der Explosion gibt es keine Geschichte mehr, es gibt keine Ereignisse mehr. Alle Ereignisse finden vor der Explosion statt. Nach der Explosion gibt es nur noch Leere. Alles, was vorher war, bin nicht ich, ist nicht meins.
Wenn jemand über sich schreibt, ist es eine Autobiografie, wenn jemand über einen anderen schreibt, ist es eine Biografie. Wenn ich eine Autobiografie schreibe, wird sie nicht über mich sein. Ich kann keine Autobiografie schreiben, dann das ‚Ich‘ ist nicht mehr da. Es kann eine Biografie über eine Person sein, die ich einmal gekannt habe, die es jetzt aber nicht mehr gibt. Es kann über eine Person sein, die ich einmal war, die aber aufgehört hat zu existieren. Es würde auch so sein, als schriebe ich über jemanden, den ich einmal gekannt habe oder von dem ich gehört habe, den ich einmal getroffen habe, der aber jetzt tot ist.“
Osho, Dimensions Beyond the Known, Talk #5
Nach der Erleuchtung gibt es keine Biografie mehr
„Einmal kam ein buddhistischer Mönch zu mir. Er kam aus einem fernen Ort, Kalimpong. Er war einige Tage gereist, um zu mir zu kommen. Er sagte: ‚Ich habe nur eine Frage, deswegen bin ich gekommen.‘
‚Was ist deine Frage?‘
Er sagte: ‚Meine Frage ist folgende: Was ist geschehen, seit du erleuchtet wurdest? Welche Erfahrungen hast du gemacht nach deiner Erleuchtung? Was hat sich ereignet? Was war sonst? Welche neuen Erfahrungen hast du nach deiner Erleuchtung gemacht?‘
Ich sagte: ‚Du verstehst das Wort Erleuchtung nicht. Nach der Erleuchtung geschieht nichts mehr. Alles Geschehen stoppt, verschwindet. Man ist einfach.‘
Er konnte es nicht glauben. Er sagte: ‚Ich kann das nicht glauben. Etwas muss geschehen sein. Zwanzig Jahre sind vergangen … etwas muss geschehen sein! Wie kann das sein, dass nichts geschehen ist?‘
Ich sagte zu ihm: ‚Du wirst verdutzt sein, aber lass es mich sagen, wie es ist: Vor der Erleuchtung ist nichts geschehen, denn alles was geschah war nur auf Wasser geschrieben. Nach der Erleuchtung ist auch nichts geschehen, denn die Zeit ist verschwunden. Also war das erste und das letzte Geschehen Erleuchtung. Alles, was vorher geschah, ist bedeutungslos, es bedeutet jetzt nichts mehr, es war wie ein Traum. Und wenn du einmal erwacht bist, geschieht nie mehr etwas. Nicht, dass die Sonne nicht aufgeht, nicht, dass die Nacht nicht voller Sterne ist, nicht, dass die Blumen nicht mehr blühen – das alles gibt es noch! Aber dir selbst geschieht nichts. Alles bleibt friedlich und still.‘
Nach der Erleuchtung gibt es keine Biografie mehr. Nach der Erleuchtung ist alles still – denn alles ist Ewigkeit. Die Dinge geschehen in der Zeit. Der Verstand erschafft die Zeit, denn der Verstand lechzt danach, dass etwas geschieht, der Verstand lechzt nach Aufregung, irgendetwas muss geschehen. Wenn nichts geschieht, fühlt er sich sehr unwohl. Wenn nichts Gutes geschieht, dann wenigstens etwas Schlechtes. Wenn es kein Glück ist, dann wenigstens Unglück. Aber etwas muss geschehen, damit man beschäftigt bleibt. Wenn nichts geschieht, fühlst du dich verloren – warum lebst du dann überhaupt?
Also sucht der Verstand nach immer neuen Wegen, nimmt sich immer etwas Neues vor. ‚Morgen muss ich dieses tun, übermorgen muss ich jenes tun.‘ Der Kopf kann nicht ohne Ereignisse sein, also nimmt er sich immer etwas vor. Und mit neuen Plänen wird die Zeit erschaffen – psychologische Zeit. Ohne Pläne verschwindet die Zeit.“
Osho, The Perfect Master, Vol. 1, Talk #9
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Ein Mann im Zustand der Leere hat keine Biografie
„Ein Mann im Zustand der Leere lebt ohne Tod, denn er stirbt in jedem Moment. Er sammelt nichts an, er schaut nie zurück, er schaut nie nach vorn – er ist einfach hier, hier, wo gerade der Kuckuck ruft. Er ist einfach hier. Sein Sein lebt in diesem Moment. Er fließt mit dem Moment. Er ist nicht in der Vergangenheit eingefroren, er ist nicht in ihr eingesperrt. Tatsächlich hat er keine Biografie, und er hat keine Träume für die Zukunft. Er lebt mit dem, was kommt.“
Osho, Zen: The Path of Paradox, Vol. 1, Talk #9
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In Zen gibt man nicht viel auf eine Biografie
„In Zen gibt man nicht viel auf eine Biografie. Einzig wichtig ist, dass der Mensch zu einer ewigen Flamme geworden ist, dass der Mensch sein ultimatives Potenzial verwirklicht hat, dass sein blauer Lotus aufgeblüht ist. Wer kümmert sich um Geburtsdaten, um deine Eltern? Das ist alles unbedeutend. Darum gibt es im Osten nichts wie die Geschichte im Westen.
Die westliche Geschichte kümmert sich um Fakten, sie hält alle Fakten von Geburt bis Tod fest. Die östliche Geschichte kümmert sich nicht um physische Erscheinungen, sie kümmert sich um spirituelles Wachstum. Darin zeigt sich der wirkliche Fortschritt.“
Osho, Kyozan: A True Man of Zen, Talk #1
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Wenn ein Mensch erleuchtet wird, hat er keine Biografie mehr
„Seine [Sosan‘s] Biografie ist überhaupt nicht wichtig, den wenn ein Mensch erleuchtet wird, hat er keine Biografie mehr. Er ist nicht mehr sein Körper, es ist also nicht wichtig, wann er geboren und wann er gestorben ist. Darum haben wir uns im Osten auch nie um Biografien gekümmert, um historische Fakten. Diese Idee gab es nie. Diese Idee ist jetzt aus dem Westen gekommen, die Menschen interessieren sich jetzt mehr für unwichtige Dinge. Wann ein Sosan geboren ist, was macht es schon – ob in diesem Jahr oder in jenem? Und wann er stirbt, wie ist das wichtig?“
Osho, The Book of Nothing: Hsin Hsin Ming, Talk #1
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Diejenigen, die erfahren haben, dass das Leben immer wiederkehrt, sehen keinen Sinn darin, seine Biografie zu schreiben
„Über Krishnas Geburt und Tod gibt es keine Aufzeichnungen, und dafür gibt es einen guten Grund.
Wir hielten es nicht für weise, das Leben derer chronologisch aufzuzeichnen, die nicht Subjekt von Geburt und Tod sind, die jenseits davon sind. Aufzeichnungen werden über die gemacht, die geboren werden und sterben, die dem Gesetz von Geburt und Tod unterliegen. Eine Biografie über die zu schreiben, die die Grenzen von Geburt und Tod transzendiert haben, von Ankunft und Abreise, hat keine Bedeutung. Nicht, dass wir nicht in der Lage wären, ihre Biografie zu schreiben – da gäbe es keine Probleme – aber so ein Versuch wäre gegen den Geist von Krishnas Leben gerichtet. Darum haben wir es nicht gemacht.
Die östlichen Länder haben die Geschichte ihrer großen Männer und Frauen nicht aufgezeichnet wie im Westen. Der Westen ist darin sehr bestimmt, und auch dafür gibt es einen Grund. Der Osten hat jetzt angefangen, den Westen darin zu nachzuahmen, seit er unter westlichen Einfluss gekommen ist. Und auch das geschieht nicht ohne Grund.
Die Religionen aus der jüdischen Tradition, das Christentum und der Islam, glauben beide, dass es nur ein Leben gibt, dass uns auf dieser Erde nur eine Inkarnation gegeben ist. Alles Leben ist zwischen eine Geburt und einen Tod gepresst, es beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Vorher oder nachher gibt es kein Leben. Darum ist es kein Zufall, dass diejenigen, die glauben, dass das Leben eine kurze Zeit zwischen einer Geburt und einem Tod dauert, Wert darauf legen, es festzuhalten. Das ist nur natürlich.
Aber diejenigen, die erfahren haben, dass das Leben immer wiederkehrt, dass man geboren wird und unzählige Male wieder stirbt, dass die Kette von Ankunft und Abreise beinahe endlos ist, sehen keinen Sinn darin, seine Biografie zu schreiben.“
Osho, Krishna: The Man and His Philosophy, Talk #4
Weitere interessante links:
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