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Zitate von Osho über Bewusstsein

Zitate von Osho über Bewusstsein

Bewusstsein und Ekstase werden eins

„Wenn du voller Freude und Glückseligkeit bist, das ist der Moment, um bewusst zu sein, aber die Menschen machen genau das Gegenteil. Wer kümmert sich schon um Bewusstheit, wenn er glücklich ist? Und wenn sie voller Schmerzen sind, dann denken sie daran, dass es Zeit ist, bewusst zu werden und die Schmerzen hinter sich zu lassen. Aber es ist noch nie jemandem gelungen, die Schmerzen auf direktem Wege hinter sich zu lassen.

 Zunächst muss man die Ekstase hinter sich lassen. Wenn du zuerst in deinen freudigen Momenten bewusst sein kannst, zieht dich nichts mehr herunter. Die Tür nach draußen liegt in der Ekstase. Und so ist es am leichtesten:
 Sei glücklich und bewusst.
 Freue dich, und sei bewusst.
 Liebe, und sei bewusst

 Schiebe Bewusstheit nicht beiseite, indem du sagst: ‚Das stört mich jetzt, ich bin so glücklich.‘ Bewusstheit sieht wie eine Störung aus, das ist sie nicht. Am Anfang erscheint es vielleicht so, aber bald wirst du merken, dass Bewusstheit deine Ekstase verstärkt. Und letztendlich werden dein Bewusstsein und deine Ekstase eins. Dann verschwinden die emotionalen Tiefen, die depressiven Momente und alle Verzweiflung.“

Osho, Om Shantih Shantih Shantih: The Soundless Sound, Peace Peace Peace, Talk #1

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Bewusstsein und Entspannung sind fast zwei Seiten derselben Medaille

Osho,
für mich war Entspannung immer einer der wertvollsten Seinszustände. Bewusstsein scheint mir erst dann möglich zu sein, oder zumindest viel leichter. Würdest du darüber sprechen, wie Entspannung und Bewusstsein zusammen hängen?

„Sie hängen nicht nur zusammen, sie sind fast zwei Seiten derselben Medaille, du kannst sie nicht voneinander trennen. Du kannst entweder mit Bewusstsein anfangen, und dann merkst du, wie du dich entspannst … warum bist du überhaupt verspannt? – das ist deine Identifikation mit allen möglichen Gedanken, Ängsten, Tod, Bankrott … der Dollar geht runter! Du hast alle möglichen Ängste. Und die machen dich verspannt. Sie wirken sich auch in deinem Körper aus. Auch dein Körper verspannt sich, denn Körper und Geist sind nicht voneinander getrennt. Körper-Geist ist ein System, wenn also dein Geist angespannt ist, ist auch dein Körper angespannt.

 Du kannst mit Bewusstheit beginnen, dann führt Bewusstheit dich fort von deinem Geist und der Identifikation mit deinen Gedanken. Der Körper entspannt sich natürlich, du bist nicht mehr verhaftet. Im Licht der Bewusstheit kann Verspannung nicht existieren

 Du kannst auch am anderen Ende beginnen. Entspanne dich einfach … lass alle Verspannung los … und wenn du entspannst, wirst du überrascht sein, dass eine gewisse Bewusstheit in dir auftaucht. Sie sind untrennbar. Aber es ist leichter, mit Bewusstheit zu beginnen, mit Entspannung zu beginnen ist etwas schwierig, denn das Bemühen sich zu entspannen erzeugt eine gewisse Verspannung.

 Darum haben wir im Osten Meditation nie mit Entspannung begonnen, wir haben Meditation mit Bewusstheit begonnen. Entspannung geschieht dann von selbst, du brauchst nichts dafür zu tun – wenn du etwas dafür tun musst, erzeugt das wieder Spannung. Sie sollte von selbst kommen, nur dann ist es wirkliche Entspannung. Und sie kommt.“

Osho, Satyam Shivam Sundaram: Truth Godliness Beauty, Talk #25

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„Meine Hand hätte sich bewusst bewegen sollen“

„Gautam Buddha geht eines Morgens mit einem seiner engsten Schüler, Ananda, durch ein Dorf. Da kommt eine Fliege und setzt sich auf seine Stirn. Er beantwortet gerade ein paar Fragen von Ananda, und er ist so darin vertieft, dass er mechanisch, ohne jede Bewusstheit, mit seiner Hand wedelt. Die Fliege ist davon geflogen, aber ihm wird plötzlich klar, dass er seine Hand sehr unbewusst bewegt hat – vollkommen mechanisch. Das kannst du sogar im Schlaf machen. Wenn du im Schlaf spürst, dass etwas an deinen Füßen krabbelt, schiebst du es einfach weg, und es stört noch nicht mal deinen Schlaf. Es läuft mechanisch ab, dein Körper macht das ohne dich zu stören.

 Buddha blieb auf der Straße stehen, hob noch einmal seine Hand und führte sie mit Anmut und Bewusstheit an seine Stirn. Ananda sagte: ‚Was machst du da? Die Fliege ist längst weg.‘

Buddha antwortete: ‚Es geht nicht um die Fliege, es geht um mich. Ich habe unbewusst gehandelt. Ich war zu sehr damit beschäftigt deine Fragen zu beantworten, und meine Hand hat sich mechanisch bewegt. Ich versuche jetzt zu sehen, wie sie sich hätte bewegen sollen. Das hat nichts mit der Fliege zu tun. Meine Hand hätte sich bewusst bewegen sollen.‘“

Osho, Reflections on Khalil Gibrans The Prophet, Talk #34

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Bewusstsein ist der Samen des Göttlichen in dir

„Riskiere alles für deine Bewusstheit, aber setzte nie deine Bewusstheit aufs Spiel. Das ist es, worauf ein Sannyasin sich einlässt: er ist bereit, sein Leben aufs Spiel zu setzen, aber nicht seine Bewusstheit. Er hat etwas gefunden, was mehr wert ist, als das Leben. Es gibt nichts, was wertvoller ist als dein Bewusstsein. Dein Bewusstsein ist der Samen des Göttlichen in dir.

 Wenn dein Bewusstsein voll aufgeblüht ist, hast du deine Bestimmung erfüllt. Es kann sein, dass deine Handlungen nicht mehr so effizient sind, wenn dein Bewusstsein tiefer geht, aber sie haben eine neue Qualität, eine Anmut, die viel wertvoller ist. Keine Maschine kann so anmutig sein. Deine Handlungen, deine Worte haben ihre eigene Schönheit.

 Die Art, wie ein bewusster Mensch lebt, ist in jedem Moment voller Anmut und Schönheit. Sie spiegeln sich in seinen Handlungen, selbst in den kleinsten – in den Gesten seiner Hände oder der Art, wie er schaut, in der Tiefe seiner Augen oder der Autorität seiner Worte oder der Musik seiner Stille. Seine bloße Gegenwart ist ein Fest.“

Osho, Beyond Enlightenment, Talk #11

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Bewusstsein ist einfach, sehr unschuldig

Osho,
ich weiß nicht, was „richtiges Bewusstsein“ ist. Wie kann ich feststellen, dass ich in die richtige Richtung gehe?

 „Es gibt kein ‚richtiges Bewusstsein‘, denn es gibt kein falsches Bewusstsein. Bewusstsein an sich ist richtig. Vergiss also erst mal die falsche Frage. Wenn du eine falsche Frage stellst, kannst du keine richtige Antwort bekommen.

 Frage nicht, was ist ‚richtiges Bewusstsein‘. Frage einfach, was ist Bewusstsein. Deine Frage erweckt den trügerischen Eindruck, du wüsstest, was Bewusstsein ist, du wüsstest nur nicht, was ‚richtiges Bewusstsein‘ ist. Vergiss diesen Trugschluss vollkommen.

 Bewusstsein ist einfach, sehr unschuldig. Jeder hat es, man braucht es nicht erst zu erwerben. Eine falsche Frage führt zur nächsten falschen Frage: Erst fragst du, was ist ‚richtiges Bewusstsein‘, und dann fragst du, wie du es erreichen kannst. Du hast es bereits. Wenn du einen Sonnenuntergang siehst, ist er dir nicht bewusst? Wenn du eine Rose siehst, ist sie dir nicht bewusst? Dir ist die Schönheit des Sonnenuntergangs bewusst, dir ist die Schönheit der Rose bewusst, du musst dir auch deines Bewusstseins bewusst werden. Das ist das Einzige, das hinzugefügt werden muss, die einzige Verbesserung.

 Objekte sind dir bewusst, du musst dir aber deiner Subjektivität bewusst werden. Wenn du einen Sonnenuntergang siehst, bist du von seiner Schönheit so eingenommen, dass du völlig vergisst, dass es eine größere Schönheit gibt, die es dir möglich macht, die Schönheit des Sonnenuntergangs zu erkennen – das ist dein Bewusstsein. Aber dein Bewusstsein ist auf ein Objekt gerichtet – den Sonnenuntergang, den Sonnenaufgang, den Mond. Vergiss das Objekt und hüll dich einfach in pures Bewusstsein, in Stille, in Frieden. Sei einfach wach.“

Osho, The Osho Upanishad, Talk #5

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Bewusstheit ist fast wie Magie

„Tu alles, was du tust, bewusst. Und das Wunder von Bewusstheit ist, dass siealles, was in dir hässlich ist, in Schönheit verwandelt – und das, ohne dass du etwas sagst oder ohne dass du etwas tust.

 Bewusstheit ist eine transformierende Kraft.
 Alles, was sich mit Hilfe von Bewusstheit vertieft, ist Tugend.
 Alles, was sich mit Hilfe on Bewusstheit auflöst, ist Sünde.

 Ich etikettiere keine Handlungen als Sünde oder Tugend, als richtig oder falsch – Handlungen haben diese Eigenschaften nicht. Es geht um dein Bewusstsein. Versuch es einfach, und du wirst überrascht sein, dass es in dir Dinge gibt, die deinem Bewusstsein nicht standhalten, die einfach verschwinden. Bewusstheit istfast wie Magie.“

Osho, From Misery to Enlightenment, Talk #13

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Du bist Bewusstsein

„Wirkliches Bewusstsein geht nicht verloren, du brauchst dich nicht daran zu klammern. Wer klammert sich daran? Dein Bewusstsein. Wer klammert sich an was? Bewusstsein ist nicht zweigeteilt – in den, der sich anklammert und das Objekt des Klammerns, dein Bewusstsein ist eins. Da ist nur Bewusstsein und sonst nichts. Man kann sich nicht an Bewusstsein klammern. Aber das passiert, wenn man seinen Kopf zurückweist, dann ist schon der erste Schritt falsch gelaufen. Weise ihn nicht zurück – verstehe ihn.

 Sei wacher, bewusster, aber klammere dich nicht daran. Damit zerstörst du die ganze Schönheit. Warum klammern? Was ist die Angst? Wir klammern nur aus Angst. Du bist Bewusstsein, du kannst es nicht verlieren. Selbst jetzt, wo dir nicht bewusst ist, dass du Bewusstsein bist, hast du es nicht verloren.

 Wahrheit geht nicht verloren. Ob du es weißt oder nicht. Wahrheit bleibt Wahrheit, ob man es weiß oder nicht. Dein inneres Sein ist immer reines Bewusstsein. Du lebst an der Peripherie, darum kannst du dein eigenes Zentrum nicht sehen.“

Osho, The Dhammapada: The Way of the Buddha, Vol. 9, Talk #6

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Wir brauchen eine neue Synthese: Bewusstsein und Spontaneität

„Was ist der Unterschied zwischen einem kindischen Menschen und einem Menschen, der wie ein Kind ist? Der Unterschied ist, dass der kindische Mensch nicht bewusst handelt. Ja, er ist unschuldig. Wenn er hungrig ist, isst er, wenn er müde ist, schläft er – aber seine Spontaneität geschieht unbewusst. Er ist spontan, aber er ist unbewusst.

 Wenn sich Spontaneität auf dem Hintergrund von Bewusstheit vollzieht, wenn du bewusst bist und gleichzeitig spontan … Dein Bewusstsein ist so diszipliniert, dass du deine Spontaneität nicht mit unnatürlicher Disziplin einengst, dein Bewusstsein hilft dir, natürlich zu sein, spontan zu sein, dich nicht einzumischen, nichts zu unterdrücken, und doch bewusst zu handeln.

Das sind zwei Dinge, die man verstehen muss. Es gibt Menschen, die sind unbewusst und unschuldig, sie sind kindisch. Sie werden das Göttliche nicht finden, sie sind keine Sadhus. Dann gibt es Menschen, die sind bewusst aber unnatürlich, ihr Bewusstsein hat sich in ihr natürliches Leben eingemischt. Das sind die Mönche, die sogenannten Sadhus, auch sie verkörpern nicht die neue Synthese, die wir brauchen: Bewusstsein und Spontaneität, bereit für das Göttliche.

 Wir brauchen eine neue Synthese: Bewusstsein und Spontaneität. Das ist es, was Kabir meint, wenn er sagt: sahaj samadhi. Sahaj bedeutet Spontaneität, Samadhi bedeutet Bewusstsein: Spontanes Bewusstsein. Wenn sich dein Bewusstsein in deine Spontaneität einmischt, verpasst du es, wenn sich deine Spontaneität gegen dein Bewusstsein richtet, verpasst du es. Ein Sadhu ist jemand, der beides hat: sahajai kaya sadho.“

Osho, The Path of Love, Talk #5

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Bewusstsein ist der wahre Weg

„Bewusstsein ist der wahre Weg. Lebe nicht im Überschwang, aber schränke dich auch nicht ein: sei bewusst. Tue, was immer du tust – tue es mit voller Bewusstheit. Wenn du leidenschaftlich bist, sei dir dessen bewusst, und deine Leidenschaft wird zur Andacht, und deine Leidenschaft bekommt eine ganz neue Qualität.

 Im Osten haben wir diese Qualität Tantra genannt. Derselbe Sex ist nicht mehr Sex – er ist nicht mehr sexuell. Wenn du einmal vollkommen bewusst in deiner Leidenschaft bist, hast du ihre Qualität verändert. Sie ist nicht mehr nur körperlich, sie ist nicht länger nur eine körperliche Erfahrung, sie ist eine sehr tiefe Lebenserfahrung, sie ist eine enorme Erfahrung von No-Mind. Sie ist eine Tür zur größtmöglichen Erweiterung.“

Osho, Ecstasy: The Forgotten Language, Talk #3

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Die Menschheit braucht eine Synthese aus Liebe und Bewusstsein

„Bewusstsein sollte ein Pfeil werden, der auf dich selbst zeigt, und Liebe sollte ein Pfeil werden, der auf andere zeigt. Wenn dein Wesen diese beiden Pfeile besitzt, dann ist alles erreicht. Liebe für die gesamte Existenz und Bewusstsein für das eigene Sein sind dasselbe, zwei Seiten derselben Medaille – und sie unterstützen sich gegenseitig.

 Wenn du versuchst, nur bewusst zu sein und nicht liebevoll, wird dein Bewusstsein trocken, fade … es ist nicht lebendig, es tanzt nicht. Wenn du versuchst zu lieben und vergisst bewusst zu sein, fühlst du dich wie betrunken, und du wirst süchtig danach. Die Menschen haben beides versucht. Sie haben versucht zu lieben, aber dann fühlen sie sich verloren, sie verlieren ihre Verankerung, ihre Wurzeln. Wenn sie dann von der Liebe frustriert sind, versuchen sie es mit Bewusstsein, dem anderen Pol. Dann werden sie verschlossen, wie wandelnde Gräber, völlig vertrocknet – kein Blatt, keine Blüte ist zu sehen, der Baum ist tot.

 Beides scheitert. Wenn man beides zusammen leben kann, bleibt man in der Welt aber man ist nicht von dieser Welt. Und das ist mein ganzes Bemühen hier, ein großes Experiment für menschliches Wachstum, eine Synthese aus Liebe und Bewusstsein … und solange es die nicht gibt, ist die Menschheit verloren.“

Osho, Above All, Don’t Wobble, Talk #28

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Bewusst sollte man von Moment zu Moment sein

„Als erstes gilt es zu verstehen: Bewusst sollte man von Moment zu Moment sein, aber das ist nur möglich, wenn es ohne Anstrengung geschieht. Wenn du dich anstrengst, verlierst du den Kontakt zu deiner Bewusstheit, wenn du dich anstrengst, musst du dich ausruhen. Du kannst dich nicht pausenlos anstrengen, das ist nicht möglich. Wie kannst du dich pausenlos anstrengen? Du wirst müde, und dann musst du dich erholen. Jede Anstrengung braucht Erholung. Wenn du nur mit Anstrengung bewusst sein kannst, kann dein Bewusstsein kein ständiger, andauernder Fluss sein. Es kommen Momente, in denen du es einfach verlierst. Das sind die Momente, in denen du dich von der Anstrengung erholen musst.

 Das Leben pulsiert. Das Leben bewegt sich zwischen Gegensätzen. Anstrengung und dann Erholung. Du strengst dich wieder an, dann musst du dich erholen. Aber es gibt ein Bewusstsein, das geht über die Gegensätze hinaus – es transzendiert sie. Dann gibt es kein Pulsieren mehr, dann ist es ohne Anstrengung, es ist spontan.“

Osho, My Way: The Way of the White Clouds, Talk #10

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Schalte den Roboter aus

„Was immer du machst, mach es bewusst. Schalte den Roboter aus – bei allen kleinen Dingen. Wenn du isst, iss bewusst. Mach es nicht mechanisch, wie du es jeden Tag machst. Wenn du rauchst, rauche bewusst. Erlaube deiner Hand nicht, sich unbewusst das Päckchen zu nehmen, hol die Zigarette nicht unbewusst heraus. Mach es bewusst, achtsam – dann ist es anders.

 Ich kann meine Hand mechanisch bewegen, ohne jede Bewusstheit; ich kann meine Hand mit voller Bewusstheit bewegen. Versuche es! Du wirst den Unterschied spüren. Wenn du es bewusst machst, bewegst du deine Hand ganz langsam, ganz still, und du spürst, dass dein Bewusstsein deine Hand ausfüllt. Und wenn deine Hand mit Bewusstsein ausgefüllt ist, ist dein Kopf ohne Gedanken, denn deine ganze Bewusstheit ist in deine Hand geflossen. Jetzt steht keine Energie mehr zum Denken zur Verfügung.

 Wenn du deine Hand automatisch bewegst, mechanisch, dann bist du voller Gedanken, während sich deine Hand bewegt. Wer bewegt dann deine Hand? Dein Roboter. Bewege sie selbst! Tu das zu jeder Zeit, in jedem Moment des Tages, wenn du irgendetwas tust. Nimm dem Roboter den Strom weg, und bald wirst du sein Meister sein. Aber fang nicht mit schwierigen Situationen an – das ist selbstmörderisch. Wir fangen immer mit schwierigen Situationen an, aber weil es so schwierig ist, gewinnst du nie. Fang mit einfachen Situationen an, in denen du etwas erreichst, auch wenn du es noch nicht so gut kannst.

Und sei dann bewusst, fang an, langsam zu gehen. Fülle deinen ganzen Körper mit deinem Bewusstsein. Wenn sich ein Fuß bewegt, bewege dich mit ihm. Wenn sich ein Fuß vom Boden hebt, hebe dich mit ihm vom Boden. Wenn der nächste Fuß den Boden berührt, berühre mit ihm zusammen den Boden. Sei vollkommen bewusst. Mach sonst in Gedanken nichts,  richte all deine Gedanken auf dein Bewusstsein.

 Zunächst wird es schwierig sein, denn der Roboter wird sich pausenlos einmischen. Er wird es jeden Moment versuchen und sagen: ‚Was machst du da? Ich kann das besser als du.‘ Und er kann es besser. Versuche es also mit leichten Dingen, mit einfachen Dingen, die nicht komplex sind.

 Buddha hat seinen Schülern aufgetragen, mit Bewusstheit zu gehen, zu essen und zu schlafen. Wenn du diese einfachen Dinge bewusst tun kannst, dann wirst du es auch mit schwierigen Dingen können. Dann kannst du es versuchen.“

Osho, The Book of Secrets, Talk #28

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Das, was durch Bewusstheit wächst, ist Tugend

„Das ist mein Kriterium: was sich durch deine Bewusstheit vertieft, ist etwas Gutes. Was sich durch deine Bewusstheit auflöst, ist etwas Schlechtes. Was deiner Bewusstheit nicht standhält, ist Sünde, was mit Bewusstheit wächst, ist Tugend. Tugend und Sünde sind keine sozialen Konzepte, sie sind innere Wirklichkeiten.

 Nutze deine Bewusstheit. Es ist so, als brächtest du Licht in die Dunkelheit, die Dunkelheit verschwindet. Einfach, in dem du Licht anzündest, ist die Dunkelheit verschwunden, denn es gab sie nicht wirklich. Sie war nur die Abwesenheit von Licht, ein negativer Zustand. Aber vieles ist wirklich da. Diese Regale, Bücher und Wände verschwinden nicht dadurch, dass du Licht anzündest, im Dunkeln waren sie nicht da, du konntest sie nicht sehen. Wenn du das Licht anzündest, ist die Dunkelheit verschwunden, aber das, was wirklich da ist, wird sichtbar. Mit Bewusstheit verschwindet alles, was negativ ist, so wie Dunkelheit – Hass, Wut, Traurigkeit, Gewalt. Und Liebe, Freude, Ekstase zeigen sich dir zum ersten Mal.“

Osho, The Book of Secrets, Talk #33

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Sei dir deiner selbst bewusst

„Was du auch tust, tu immer eins: Sei dir innen bewusst, dass du es tust. Wenn du isst, sei dir deiner selbst bewusst. Wenn du gehst, sei dir deiner selbst bewusst. Wenn du zuhörst, wenn du sprichst, sei dir deiner selbst bewusst. Wenn du wütend bist, sei dir dessen bewusst. In dem Moment, in dem die Wut hochschießt, sei dir bewusst, dass du wütend bist. Dieses kontinuierliche Bewusstsein deiner selbst erzeugt eine bestimmte Energie, eine ganz feine Energie in dir. Du wirst zu einem kristallisierten Wesen.

 Gewöhnlich sind wir nur ein schlaffer Sack, nicht kristallisiert, ohne wirkliches Zentrum, nur etwas Flüssigkeit, nur eine lose Kombination aus vielem, ohne Zentrum, eine Masse, ständig in Bewegung und Veränderung, ohne einen inneren Meister. Bewusstheit bedeutet, ein Meister zu sein. Und wenn ich sage ‚ein Meister zu sein‘, dann meine ich nicht, ein Kontrolleur zu sein. Wenn ich sage ‚ein Meister zu sein‘, dann meine ich, eine Präsenz zu sein, eine ständige Präsenz. Was immer du tust oder nicht tust, eins muss dir ständig bewusst sein: Dass du bist.

 Dieses einfache Gefühl von sich selbst, dass man ist, erschafft ein  Zentrum,ein Zentrum aus Ruhe, ein Zentrum aus Stille, ein Zentrum eines inneren Meisters, ein Zentrum aus innerer Macht. Und wenn ich sage ‚innere Macht‘, dann meine ich das wörtlich. Darum nennen die Sutras es Feuer des Bewusstseins. Es ist ein Feuer. Es ist ein Feuer. Wenn du anfängst, bewusst zu sein, spürst du eine neue Energie in dir, ein neues Feuer, ein neues Leben. Und wegen dieses neuen Lebens, dieser neuen Macht, dieser neuen Energie, lösen sich viele Dinge, die dich beherrscht haben, einfach auf.“

Osho, The Ultimate Alchemy, Vol. 2, Talk #1

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Nutze jede Gelegenheit, um bewusst zu sein

„Ein Zen-Meister wirft dich aus dem Fenster und ruft hinter dir her: ‚Sei bewusst!‘ Du bist rausgeworfen worden, du fliegst durch die Luft, du fliegst gerade durch das Fenster – und er schreit: ‚Sei bewusst!‘ Du bist auf den Boden gefallen, dein Gesicht muss sich verändert haben – die Situation hat sich völlig verändert. Du warst gekommen, um ein paar metaphysische Fragen zu stellen, und er hat etwas vollkommen Physisches gemacht – er hat dich aus dem Fenster geworfen. Du hattest gefragt, ob es Wahrheit gibt oder nicht.

 Dass er dich aus dem Fenster wirft, ist nicht das Kriterium. Aber er schreit genau in dem Moment, in dem sich dein Gesicht und dein Zustand verändern ‚Sei bewusst!‘. Wenn du durch die Luft fliegst, durch das Fenster, verändert sich nicht nur dein Körper. Auch dein Bewusstsein verändert sich. Und der Lehrer weiß genau, wann es sich verändert. Und genau in dem Moment schreit er: ‚Sei bewusst!‘ Und wenn du ihn einen Moment lang hören kannst, fällst du in dein Zentrum – du bist aus deiner Peripherie heraus geworfen worden.

 Wenn sich also an deiner Situation etwas ändert, schau sorgfältig nach innen. Es ist keine Reise. Es gibt nur einen Sprung von der Peripherie ins Zentrum und vom Zentrum zur Peripherie. Es verhält sich wie ein Elektron oder wie ein Traum. Vertiefe diese Bewusstheit. Das ist alles, was du tun kannst. Es ist passiv, denn Bewusstheit ist kein Tun. Bewusstheit ist keine Handlung.

Immer, wenn du bewusst bist, gibt es kein Handeln mehr. Handlungen halten inne, wenn du bewusst bist. Wenn du bewusst wirst, hält sogar das Atmen inne. Wenn ich einen Dolch auf dich richte, stoppt sogar dein Atem. Du wirst so bewusst, dass alles stoppt. Du wirst in dein Zentrum geworfen. Bewusstheit ist keine Handlung. Die Sucht zu handeln ist nur die Flucht vor Bewusstheit. Und wir alle sind süchtig: man muss etwas tun, man muss immer etwas tun. Diese Sucht unterstützt ständiges Handeln.

 Nutze jede Gelegenheit, um bewusst zu sein – jede Gelegenheit. Und es gibt jeden Tag tausende und tausende von Gelegenheiten. Sei achtsam, und du wirst den Sprung von der Peripherie ins Zentrum spüren. Wenn es leicht für dich ist, in deinem Zentrum zu ruhen, wenn es leicht für ist, in dein Zentrum zu fallen als beträtest du ein Haus oder kämest aus einem Haus heraus … Du hältst dich draußen auf, es wird heiß, und du gehst ins Haus. Immer, wenn du dich danach fühlst, kommst du herein. Wenn du dich danach fühlst, nach draußen zu gehen, gehst du nach draußen. Ohne Probleme. Wenn diese Bewegung von der Peripherie ins Zentrum genau so geworden ist, dann wirst du die Explosion erleben.“

Osho, I Am the Gate, Talk #6

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