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Zitate von Osho über Angst

Bewege dich nicht aus Angst heraus

 „Bewege dich nicht aus Angst heraus. Bewege dich aus Freude – nicht aus Angst, denn alle sogenannten Religionen basieren auf Angst. Ihr Gott ist nichts als Angst, und ihr Himmel und ihre Hölle sind nichts als Projektionen von Angst und Gier. Rumis Feststellung ist äußerst revolutionär: ‚Bewege dich nicht aus Angst heraus.‘ Alle Religionen sagen den Menschen: ‚Fürchte Gott!‘ …

Ihr habt alle aus Angst heraus gelebt. Eure Beziehungen bestehen aus Angst. Angst ist so überwältigend – wie eine dunkle Wolke, die dein Leben überschattet –, dass du Dinge sagst, die du eigentlich nicht sagen willst, aber die Angst bringt dich dazu sie zu sagen. Du tust Dinge, die du nicht tun willst, aber die Angst bringt dich dazu sie zu tun. Nur ein wenig Intelligenz reicht aus, um das zu erkennen.“

Osho, Om Shantih Shantih Shantih: The Soundless Sound, Peace Peace Peace, Talk #11

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Angst ist das Gegenteil von Freiheit

„Jeder, mit dem du in Kontakt gekommen bist, hat dir Angst eingeflößt, und Angst ist das Gegenteil von Freiheit. Je ängstlicher du bist, desto unfreier bist du. Je mehr Angst du hast, desto weniger kannst du rebellieren.

 Die Gesellschaft, die Kirche, der Staat sie alle wollen, dass jeder ständig voller Angst ist: Angst vor dem Bekannten, Angst vor dem Unbekannten, Angst vor dem Tod, Angst vor der Hölle, Angst, den Himmel zu verpassen, Angst, dir keinen Namen in der Welt zu machen, Angst, einfach nur ein Niemand zu sein. Seit du geboren bist, haben dir alle um dich herum Angst eingeflößt. Kein Kind wird mit Angst geboren. Jedes Kind wird mit Freiheit, mit Zweifel, mit Rebellion, Individualität, mit Unschuld geboren – alles sehr gute Eigenschaften. Aber das Kind ist hilflos, abhängig.

 Doch wenn du erwachsen bist, kannst du erkennen, wie dir diese Ängste eingeflößt wurden – du kannst versuchen, sie wie die Schichten einer Zwiebel abzuschälen –, wie leichtgläubig du warst, wie Leute deine Unschuld ausgebeutet haben. Der Pfarrer hatte keine Ahnung von Gott, aber er hat dich trotzdem ausgebeutet und dir vorgemacht, dass er Gott kennt. Er hatte keine Ahnung von Himmel und Hölle, und trotzdem hat er dich gezwungen, die Hölle zu fürchten, den Himmel zu ersehnen. Er hat Gier und Angst geschaffen. Er selbst war ein Opfer anderer Menschen. Jetzt kannst du zurück schauen: Dein Vater war sich dessen nicht bewusst, was er dir beigebracht hat, was er dir gesagt hat.“

Osho, The Last Testament, Vol. 3, Talk #23

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Wenn dir etwas Angst macht, tu genau das Gegenteil

„Folge nicht deiner Angst, weil dich das zu einem Feigling macht. Es degradiert deine Menschlichkeit. Es ist eine Selbsterniedrigung. Wenn immer du ängstlich bist, bewege dich in die andere Richtung! Eine einfache Regel: Immer wenn du Angst spürst, steuere ihr entgegen, und du wirst in Bewegung bleiben, wachsen, dich entwickeln. Du wirst dem Punkt immer näher kommen, an dem das Ego einfach wegfällt – weil es durch Angst funktioniert. Wenn das Ego weggefallen ist, bist du erleuchtet, es ist nichts, was hinzu gefügt wird.

 Ein einfaches Prinzip: Denk daran, wenn dir etwas Angst macht, ist das ein klares Zeichen für das, was du tun solltest. Du musst einfach das Gegenteil tun. Gib deiner Angst nicht nach, geh gegen sie an. In dem Moment, in dem du dich entscheidest, gegen deine Angst anzugehen, bist du auf dem Weg zur Erleuchtung.“

Osho, From the False to the Truth, Talk #26

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Angst ist eine passive Form von Wut

„Das Leben sollte von Liebe umgeben sein, nicht von Angst. Es ist Angst, die Wut erzeugt. Es ist Angst, die am Ende Gewalt erzeugt. Hast du das einmal beobachtet? Angst ist nur eine weibliche Form von Wut und Wut ist eine männliche Form von Angst. Angst ist eine passive Form von Wut und Wut ist eine aktive Form von Angst. Du kannst Angst sehr leicht in Wut umwandeln und Wut in Angst – ganz einfach.

 Ich sage ‚Versuch es einfach!‘ Und es wird zu einer Offenbarung für dich. Wenn du mit echter, heißer Wut auf ein Kissen schlagen kannst, verschwindet die Angst sofort, denn die Energie wandelt sich um und wird aktiv. Sie war nicht aktiv, daher wurde sie zu Angst. Angst ist die Wurzel von Hass, Wut, und Gewalt.“

Osho, The Dhammapada: The Way of the Buddha, Vol. 4, Talk #7

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Angst ist intelligent – aber sie kann anomal werden

„Angst ist natürlich, Schuld ist ein Werk der Priester. Schuld ist von Menschen gemacht. Angst ist angeboren, und sie ist sehr wichtig. Ohne Angst kannst du nicht überleben. Angst ist normal. Weil du Angst hast, legst du deine Hand nicht ins Feuer. Weil du Angst hast, gehst du auf der rechten oder der linken Seite, so, wie es in deinem Land vorgeschrieben ist. Weil du Angst hast, gehst du Gift aus dem Weg. Du gehst aus Angst beiseite, wenn ein Lastwagenfahrer auf die Hupe drückt.

 Wenn das Kind keine Angst hat, kann es nicht überleben. Seine Angst beschützt sein Leben. Aber wegen dieser natürlichen Tendenz sich zu schützen ... und da ist nichts falsch dran – du hast das Recht, dich selbst zu schützen. Du hast ein solch wertvolles Leben zu beschützen, und deine Angst hilft dir einfach. Angst ist intelligent. Nur Idioten haben keine Angst, Schwachköpfe haben keine Angst. Deswegen musst du die Dummköpfe beschützen, sonst verbrennen sie sich oder springen aus dem Fenster, oder sie gehen ins Meer, ohne schwimmen zu können, oder sie essen Schlangen ... oder was sonst noch!

 Angst ist intelligent – wenn dir also eine Schlange über den Weg läuft, rennst du schnell weg. Das heißt nicht, dass du feige bist, es ist einfach klug. Aber es gibt da zwei Möglichkeiten ...

 Angst kann anomal, kann krankhaft werden. Dann fürchtest du dich vor Dingen, vor denen du eigentlich keine Angst zu haben brauchst – obwohl du natürlich auch für deine unnormalen Ängste ein Argument finden kannst. Zum Beispiel fürchtet sich jemand ein Haus zu betreten. Logischerweise kannst du nicht beweisen, dass er falsch liegt. Er sagt: ‚Welche Garantie gibt es dafür, dass das Haus nicht einstürzt?‘

Nun, es ist bekannt dass Häuser manchmal einstürzen, also kann dieses Haus auch einstürzen. Leute wurden unter eingestürzten Häusern begraben. Niemand kann absolut garantieren, dass dieses Haus nicht einstürzen wird – es kann ein Erdbeben geben ... alles ist möglich. Ein anderer Mann ist ängstlich – er kann nicht reisen, weil Zugunglücke passieren. Ein anderer fürchtet sich – er kann nicht Auto fahren, es gibt Autounfälle. Und wieder ein anderer fürchtet sich vor dem Fliegen ...

 Angst kann anomal werden, dann ist sie krankhaft. Und weil das möglich ist, haben Priester sie benutzt, haben Politiker sie benutzt. Alle möglichen Unterdrücker haben sie benutzt. Sie machen die Angst krankhaft, und dann wird es sehr einfach, dich auszunutzen. Der Priester macht dir Angst vor der Hölle. Schau nur in die Schriften – mit welcher Freude sie all die Folter beschreiben, wirklich lustvoll. Bibelstellen beschreiben jede Folter bis ins kleinste Detail.“

Osho, The Dhammapada: The Way of the Buddha, Vol. 2, Talk #2

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Wenn du Angst hast, bist du Angst

„Sage nicht: ‚Ich habe Angst.‘ Das ist nicht richtig ausgedrückt. Sage nicht: ‚Ich fürchte mich.‘ Das ist auch falsch. Sag einfach: ‚Ich bin Angst. In diesem Moment bin ich Angst.‘ Schaffe keine Spaltung.

 Wenn du sagst: ‚Ich habe Angst‘, dann hältst du dich von deinem Gefühl getrennt. Du bist irgendwo weit weg, und das Gefühl ist um dich herum. Das ist eine grundlegende Spaltung. Sag: ‚Ich bin Angst. ‘ Und pass auf – das ist wirklich so! Wenn du Angst hast, bist du die Angst.“

Osho, Unio Mystica, Vol. 1, Talk #8

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Wähle Mut

„Ich weiss, Angst ist natürlich! Aber bleibe nicht daran kleben. Lass sie beiseite. Geh weiter, trotz der Angst. Denke immer daran: Der Unterschied zwischen einem mutigen Menschen und einem Feigling ist nicht, dass der mutige Mensch keine Angst hat, und der Feigling hat Angst – nein. Das ist nicht der Unterschied. Beide haben Angst! In demselben Maß. Wo ist dann der Unterschied? Der Unterschied ist, dass der mutige Mensch weitermacht, trotz der Angst, und der Feigling hört auf wegen der Angst. Beide haben Angst!

Wenn du einen mutigen Menschen finden kannst, der keine Angst hat, wie kannst du ihn dann mutig nennen? Dann ist er eine Maschine, kein Mensch. Nur Maschinen haben keine Angst. Aber du nennst Maschinen nicht mutig. Wie kannst du eine Maschine mutig nennen? Mut bedeutet einfach nur, dass etwas passiert trotz der Angst. Du hast Angst, du zitterst, aber das hält dich nicht zurück, du lässt dich dadurch nicht aufhalten. Du benutzt es als Trittbrett. Du schwankst, du zitterst, aber trotzdem gehst du in das Unbekannte.

 In jedem Menschen gibt es beide Möglichkeiten! Angst und Mut. Alles hängt davon ab, welche der beiden du wählst. Wähle nie die Angst. Sie verkrüppelt dich, sie lähmt dich. Sie zerstört dich, ohne dass du eine Chance zum Wiederauferstehen hast. Mut wird dich auch zerstören, aber diese Zerstörung ist kreativ – sie bewirkt eine Wiedergeburt in dir.

 Angst und Mut, beide vernichten – aber Angst zerstört einfach. Der Samen verfault einfach. Wenn du den Samen des Mutes aussäst, dann stirbt dieser auch – aber er verfault nicht. Er stirbt ... er stirbt in ein neues Phänomen hinein. Ein Spross entsteht.

 Mut bringt dich genauso um wie Angst, aber Angst bringt dich einfach um, ohne dir ein neues Leben zu schenken. Mut schenkt dir ein neues Leben. Wähle immer den Mut.“

Osho, Walk Without Feet, Fly Without Wings and Think Without Mind, Talk #4

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Angst ist eine Begleiterscheinung von Gier

„Was ist Angst? Als erstes: Angst entsteht immer um ein gewisses Verlangen herum. Du willst ein berühmter Mensch werden, der berühmteste der Welt – dann entsteht Angst. Was ist, wenn du es nicht schaffst? – Du bekommst Angst. Jetzt entsteht Angst als eine Begleiterscheinung der Gier: Du willst der reichste Mensch in der Welt werden. Was wird, wenn du es nicht schaffst? Du fängst an zu zittern, du bekommst Angst. Du besitzt eine Frau: Du hast Angst, dass du sie morgen nicht mehr besitzt, sie könnte zu jemand anderem gehen. Sie ist noch lebendig, sie kann gehen. Nur tote Frauen können nicht gehen, aber sie ist noch lebendig. Nur einen Leichnam kannst du besitzen – dann brauchst du keine Angst zu haben, die Leiche geht nicht fort. Möbel kannst du besitzen, dann brauchst du keine Angst zu haben.

 Aber wenn du versuchst, ein menschliches Wesen zu besitzen, entsteht Angst. Wer weiss, gestern hat sie dir nicht gehört, heute gehört sie dir ... Wer weiss – morgen kann sie schon jemand anderem gehören. Angst entsteht. Angst entsteht durch den Wunsch zu besitzen, sie ist ein Nebenprodukt. Weil du Besitz willst, entsteht Angst. Wenn du keinen Besitz willst, gibt es keine Angst. Wenn du keine Sehnsucht hast, in der Zukunft dieses oder jenes zu sein, dann hast du keine Angst. Wenn du nicht in den Himmel kommen willst, dann hast du keine Angst, dann kann der Priester in dir keine Furcht erzeugen. Wenn du nirgendwo hingehen willst, dann kann dir niemand Angst machen. Wenn du anfängst im Moment zu leben, verschwindet die Angst. Angst entsteht durch Gier. Grundsätzlich kann man sagen, dass Gier Angst erzeugt.“

Osho, The Heart Sutra, Talk #4

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Die Vorstellung eines Egos erzeugt die Angst vor dem Tod

„Du hast Angst vor dem Sterben? Buddha sagt: Du kannst nicht sterben, weil es dich gar gibt. Wie kannst du dann sterben? Geh tief in dein innerstes Wesen hinein. Wer ist da, der stirbt? – Und du wirst dort kein Ego finden, dann ist auch kein Tod möglich. Nur die Vorstellung eines Egos erzeugt die Angst vor dem Tod. Wenn es kein Ego gibt, gibt es keinen Tod. Du bist absolute Stille, Unsterblichkeit, Ewigkeit – nicht als du selbst, sondern als ein offener Himmel, nicht beschmutzt von der Idee eines ‚Ich‘, eines Selbst – sondern grenzenlos, undefiniert. Dort gibt es keine Angst.

 Angst entsteht durch andere Dinge. Du wirst sie anschauen müssen, und das wird alles verändern. Frage also bitte nicht, wie sie beherrscht oder abgetötet werden kann. Sie soll nicht beherrscht, nicht abgetötet werden. Sie kann nicht beherrscht und sie kann nicht abgetötet werden, sie kann nur verstanden werden. Lass Verstehen dein einziges Gesetz sein.“

Osho, The Heart Sutra, Talk #4

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Lass die Angst zu

„Angst hat ihre eigene Schönheit, Feinfühligkeit, ihre eigene Sensibilität. Tatsächlich ist sie ein sehr zartes Lebewesen. Das Wort ist negativ, aber das Gefühl selbst ist positiv. Nur lebendige Prozesse können Angst haben. Etwas Totes hat keine Angst. Angst ist ein Teil von Lebendigkeit, von Zerbrechlichkei, von Feinfühligkeit.

 Also lass die Angst zu. Zittere, lass dich von ihr bis in deine Grundfesten erschüttern – und genieße das als eine tiefe Erfahrung von Aufgewühltsein. Nimm keine Stellung zu der Angst. Nenne es nicht Angst. In dem Moment, in dem du es Angst nennst, hast du eine Einstellung dazu. Du hast es schon verurteilt. Du hast schon gesagt, dass es falsch ist, dass es nicht da sein sollte. Du bist schon auf der Hut, schon auf der Flucht, am Davonlaufen. In sehr subtiler Weise hast du dich davon getrennt. Also nenn es nicht Angst.

 Etwas sehr Wesentliches – hör auf, den Dingen einen Namen zu geben. Beobachte, wie es sich anfühlt, wie es ist. Lass es zu, und lass die Bezeichnung weg. Bleib einfach neutral. Neutral zu sein ist ein sehr meditativer Zustand. Besteh darauf neutral zu sein, und lass dich von deinem Verstand nicht beeinflussen. Lass nicht zu, dass dein Verstand Sprache und Worte, Bezeichnungen und Kategorien benutzt, weil damit ein ganzer Prozess in Gang gesetzt wird. Ein Ding ist mit einem anderen verbunden, und so geht es immer weiter.

Schau es einfach an – nenne es nicht Angst. Fürchte dich und zittere – das ist schön. Versteck dich in einer Ecke, kriech unter eine Decke und fang an zu zittern. Tu das, was ein Tier tun würde, wenn es sich fürchtet. Was würde ein kleines Kind tun, wenn es sich fürchtet? Es würde weinen. Oder ein einfacher Mensch – was würde der tun? Er würde sich hinknien und vor Angst zu Gott beten.“

Osho, Above All, Don’t Wobble, Talk #4

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Angst ist eine der Türen, durch die du in dein Wesen eintreten kannst

„Wenn du zulässt, dass Angst Besitz von dir ergreift, werden dir die Haare zu Berge stehen. Zum ersten Mal wirst du begreifen, was für ein faszinierendes Phänomen Angst ist. In diesem Tumult, in diesem Zyklon wirst du erkennen, dass es immer irgendwo einen stillen Punkt in dir gibt, der absolut unberührt bleibt. Und wenn Angst ihn nicht berühren kann, kann der Tod ihn auch nicht berühren. Dunkelheit und Angst umgeben dich, aber es gibt ein kleines Zentrum, das absolut jenseits davon ist. Es ist nicht so, dass du dich bemühst jenseits davon zu sein – du lässt dich einfach von der Angst überwältigen – und plötzlich siehst du den Kontrast.

 Lass es zu, wenn Angst, Wut, oder Traurigkeit oder irgendetwas anderes passiert. Schließ die Türen und fühl es, entspann dich. Sei wie ein kleines Kind, dem noch nicht beigebracht wurde, den Dingen einen Namen zu geben, das einfach seine Gefühle lebt und sich keine Gedanken darüber macht.

 Angst ist eine der Türen, durch die du in dein Wesen eintreten kannst. Und es ist etwas, das am stärksten unterdrückt wird. Die ganze Menschheit, überall auf der Welt, kann in zwei Sorten unterteilt werden: die eine Sorte unterdrückt den Sex, die andere den Tod. Entweder unterdrückt eine Gesellschaft Sex oder den Tod.

 Wann immer eine Gesellschaft Sex zum Ausdruck bringt, sich nicht davor fürchtet, keine Tabus hat und sich ungehemmt verhält, beginnt sie sofort den Tod zu unterdrücken – sofort, weil der Tod das polare Gegenteil ist. Wenn du also Sex zulässt, muss Tod unterdrückt werden. Wenn du Sex unterdrückst, dann gibt es keine Angst vor dem Tod, du kannst ihn zulassen.“

Osho, Above All, Don’t Wobble, Talk #4

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Angst ist immer die Angst vor dem Unbekannten

„Du wirst die Angst loslassen müssen. Und wenn du wählen kannst zwischen einem anderen Gefühl und der Angst, wähle das andere Gefühl. Wähle nicht die Angst. So viele Menschen haben ihre Religion aus Angst gewählt, deswegen leben sie in der Schwebe. Sie sind weder religiös, noch unreligiös. Sie leben in Unschlüssigkeit.

 Angst zu haben hilft gar nicht. Angst ist immer die Angst vor dem Unbekannten. Angst heißt immer Angst vor dem Tod. Angst bedeutet immer die Angst verlorenzugehen, aber wenn du wirklich lebendig sein willst, musst du akzeptieren, dass du verloren gehen kannst. Du musst die Unsicherheit des Unbekannten akzeptieren. Das Unbehagen und die Unbequemlichkeit des Ungewohnten, des Fremden.

 Das ist der Preis, den du für das Glück bezahlen musst, das danach kommt. Du kannst nichts erreichen, ohne dafür zu bezahlen. Du musst etwas dafür bezahlen, sonst wirst du vor Angst gelähmt bleiben. Dann ist dein ganzes Leben vertan.“

Osho, Yoga: The Science of Living, Talk #4

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Angst ist nur die Abwesenheit von Liebe

Osho,
es scheint als ob mein Leben von Angst regiert wird. Kannst du mir helfen?

„Ich werde dir helfen, darum bin ich hier! Jedermanns Leben wird mehr oder weniger von Angst regiert, weil es nur zwei Lebensweisen gibt. Entweder wird das Leben von Liebe regiert, oder es wird von Angst regiert. Normalerweise wird es von Angst regiert, es sei denn du hast es gelernt zu lieben.

 Ohne Liebe gibt es nur Angst. Angst ist die Abwesenheit von Liebe. Sie ist kein aktiver Zustand, sie ist nur die Abwesenheit von Liebe. Aber wenn du lieben kannst, wird die Angst verschwinden. Im Moment der Liebe gibt es nicht einmal den Tod. Es gibt nur eines im Leben, das den Tod überwindet, und das ist Liebe. Die ganze Angst hat mit dem Tod zu tun – und nur die Liebe kann den Tod besiegen.

 Etwas möchte ich dir noch sagen: Schenk der Angst nicht zuviel Aufmerksamkeit, denn sonst wird sie zur Selbsthypnose. Wenn du dauernd wiederholst, dass du in Angst lebst, dass dein Leben von Angst regiert wird, dass die Angst dich beherrscht – und Angst, Angst, Angst – dann unterstützt du die Angst. Nimm zur Kenntnis, dass dein Leben von Angst regiert wird – Schluss! Es zeigt einfach, dass deine Liebe noch nicht so stark geworden ist, dass die Angst verschwindet. Angst ist nur ein Symptom, sie ist keine Krankheit. Es gibt keine Heilung dafür, das ist nicht nötig. Sie ist also nur ein Symptom, und sie ist sehr nützlich, weil sie dir zeigt, dass du dein Leben nicht länger vergeuden sollst. Sie sagt dir einfach: Liebe mehr.

Ich werde also nicht über Angst sprechen. Ich werde dir helfen mehr zu lieben – und als Ergebnis verschwindet die Angst. Wenn du anfängst direkt mit der Angst zu arbeiten, verstärkst du sie, weil sich deine ganze Aufmerksamkeit darauf richtet. Es ist, als ob jemand versucht Dunkelheit zu zerstören, und er konzentriert sich darauf und wird besessen davon, wie man die Dunkelheit zerstören kann. Du kannst Dunkelheit nicht zerstören, weil es sie gar nicht gibt. Nimm zur Kenntnis, dass es dunkel ist – und fang dann an Licht anzuzünden.“

Osho, Hammer on the Rock, Talk #19

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Werde einfach bewusst

„Du kommst an einen Punkt, an dem du erkennst, dass du dich fürchtest, und du beginnst zu verstehen: ‚Wegen dieser Furcht kann mir die Liebe nicht begegnen. Ja, was kann ich jetzt tun?’ Ich habe Angst, daher kann ich nur eins tun – ich werde Liebe nicht vortäuschen. Oder ich werde zu meinem Freund oder meinem Geliebten sagen, dass ich mich aus Angst an ihn klammere. In meinem tiefsten Inneren fürchte ich mich.

 Ich werde mich öffnen, ich werde niemandem etwas vormachen, auch nicht mir selbst. Ich werde nicht so tun, als sei das Liebe. Ich werde sagen, dass es einfach Angst ist. Aus Angst halte ich an dir fest. Aus Angst gehe ich in den Tempel oder in die Kirche und bete. Aus Angst erinnere ich mich an Gott. Aber dann erkenne ich, dass das kein Gebet ist, keine Liebe, es ist nur Angst. Ich bin Angst, was immer ich tue, sie ist da. Ich will diese Wahrheit akzeptieren.

 Wenn du eine Wahrkeit akzeptierst, geschieht ein Wunder. Das bloße Akzeptieren verändert dich. Wenn du weißt, dass Angst in dir ist und du nichts dagenen tun kannst, was willst du da machen? Du kannst etwas vortäuschen, aber Täuschungen können bis zum Äußersten gehen, bis ins andere Extrem ...

 Du kannst das Gegenteil erzeugen, aber das wird nichts verändern. Du kannst so tun, als ob du dich nicht fürchtest – das wird auch nichts ändern. Die einzige Veränderung, die passieren kann, ist, dass dir bewusst wird ‚Ich bin Angst. Mein ganzes Wesen zittert, und was immer ich tue, tue ich aus Angst.’ So bist du dir selbst treu geblieben.

 Dann fürchtest du die Angst nicht mehr. Sie ist da, ein Teil von dir, so ist es nun mal. Du hast es akzeptiert. Jetzt heuchelst du nicht mehr, täuscht niemanden, auch nicht dich selbst. Die Wahrheit ist da, und du hast keine Angst davor.“

Osho, The Book of Secrets, Talk #60

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Versuche die Angst zu verstehen

„Es geht nicht darum, irgendetwas loszuwerden; es geht darum, es zu verstehen. Verstehe die Angst, was sie ist, und versuche nicht sie loszuwerden. In dem Moment, in dem du anfängst etwas loszuwerden, bist du nicht bereit es zu verstehen. Wenn der Verstand meint, man müsse etwas loswerden, hat er sich schon verschlossen. Er ist nicht offen dafür es zu verstehen, er zeigt kein Verständnis. Er kann nicht ruhig darüber nachdenken, er hat sich schon entschieden. Jetzt ist die Angst zu etwas Bösem geworden, zu einer Sünde, also weg damit. Versuche nicht, irgendetwas loszuwerden.

 Versuche die Angst zu verstehen. Und wenn du Angst hast, dann akzeptiere das. Sie ist da, versuche nicht sie zu verstecken. Versuche nicht das Gegenteil herzustellen. Wenn du Angst hast, dann hast du Angst. Nimm sie als Teil deines Wesens an. Wenn du sie annehmen kannst, beginnt sie schon sich aufzulösen. Durch Akzeptieren löst sich die Angst auf, durch Ablehnung wird sie größer.“

Osho, The Book of Secrets, Talk #60

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