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Zitate von Osho über die Liebe

Zitate von Osho über die Liebe

Liebe ist Nahrung
 
„Deine Frage ist: ‚Kannst du etwas über die Kunst sagen, sich selbst mit Liebe zu nähren?‘ So eine Kunst gibt es nicht, denn man braucht gar nichts zu tun. Liebe  ist Nahrung. Aber die Menschheit ist von ihren Führern so verwirrt worden, dass niemand die innersten Bereiche seines eigenen Wesens mehr kennt. Liebe an sich ist Nahrung. Je mehr du liebst, desto mehr unberührte Räume werden sich öffnen, in denen die Liebe nicht aufhört, sich wie eine Aura um dich zu ergießen.
 
Aber keine Kultur hat diese Art der Liebe erlaubt. Sie haben die Liebe in einen sehr kleinen Tunnel gezwungen: Du kannst deine Frau lieben, deine Frau kann dich lieben, du kannst deine Kinder lieben, du kannst deine Eltern lieben, du kannst deine Freunde lieben. Und zwei Dinge haben sie sehr tief in jeden Menschen eingepflanzt: Eins ist, dass die Liebe sehr begrenzt ist – Freunde, Familie, Kinder, Ehemann, Ehefrau. Und das zweite ist, sie haben betont, dass es unterschiedliche Arten von Liebe gibt. Deinen Mann oder deine Frau liebst du auf eine Weise, deine Kinder musst du auf eine andere Weise lieben, und deine Eltern, deine Familie, deine Lehrer musst du wieder anders lieben und dann deine Freunde wieder anders.
 
Aber die Wahrheit ist, Liebe kann man nicht katalogisieren, wie die ganze Menschheitsgeschichte es getan hat. Sie hatten ihre Gründe, aber ihre Gründe sind hässlich und unmenschlich, denn mit dieser Katalogisierung töteten sie die Liebe …
 
Der Grund, warum alle Kulturen darauf bestanden haben, die Liebe zu katalogisieren, ist, dass sie sehr viel Angst vor der Liebe haben. Wenn es nämlich existenzielle Liebe gibt, dann kennt sie keine Grenzen – dann kannst du Hindus nicht gegen Moslems aufbringen, dann kannst du Protestanten nicht gegen Katholiken aufbringen. Dann kannst du keine Grenze ziehen und sagen, du darfst diese Person nicht lieben, weil sie Jude ist, Chinese. Die Führer der Welt wollten die Welt teilen, aber um die Welt zu teilen, müssen sie eine grundlegende Teilung vornehmen, die der Liebe.“ 
 
Osho, Om Mani Padme Hum: The Sound of Silence, the Diamond in the Lotus, Talk #20
 
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Gefühle sind keine Steine, sie sind wie Rosenblüten
 
„In einem Menschen gibt es drei Schichten: Seine Physiologie, den Körper, seine Psychologie, die Seele, und sein Sein, sein ewiges Selbst. 
 
Die Liebe kann auf diesen drei Ebenen existieren, aber ihre Qualität wird jeweils anders sein. Auf der physiologischen Ebene, dem Körper, ist sie einfach Sexualität. Du kannst es Liebe nennen. Weil sich das Wort  Liebe poetisch anhört, schön. Und neunundneunzig Prozent der Menschen nennen ihren Sex Liebe. Sex ist biologisch, physiologisch. Deine Körperchemie, deine Hormone – alles Materielle ist einbezogen …
 
Nur ein Prozent der Menschheit kennt etwas, was etwas tiefer geht. Dichter, Maler, Musiker, Tänzer, Sänger haben eine Sensibilität, die über den Körper hinaus etwas empfinden kann. Sie können die Schönheit des Geistes empfinden, die Sensibilität des Herzens, denn sie leben selbst auf dieser Ebene … 
 
Ein Musiker, ein Maler, ein Dichter lebt auf dieser anderen Ebene. Er denkt nicht, er  fühlt. Und da er in seinem Herzen lebt, kann er das Herz des anderen fühlen. Das wird gewöhnlich Liebe genannt. Es ist selten. Ich sage, nur ein Prozent, und das nur hin und wieder. 
 
Warum bewegen sich nicht mehr Menschen auf diese zweite Ebene, wenn sie doch so wunderschön ist? Da gibt es ein Problem: Alles, was wunderschön ist, ist auch zart. Es ist nicht aus Eisen, es ist aus sehr zerbrechlichem Glas. Und wenn ein Spiegel einmal herunter gefallen und zerbrochen ist, dann kann man ihn nicht mehr zusammensetzen. Die Menschen haben Angst, sich so tief einzulassen, dass sie zu den zarten Schichten der Liebe vordringen, denn in diesen Schichten  ist die Liebe ungeheuer schön, aber auch ungeheuer verletzlich. Gefühle sind keine Steine, sie sind wie Rosenblüten …
 
Man weiß von Dichtern, man weiß von Künstlern, dass sie sich beinahe jeden Tag verlieben. Ihre Liebe ist wie eine Rosenblüte. Wenn sie aufgeblüht ist, duftet sie so sehr, sie ist so lebendig, sie tanzt im Wind, im Regen, in der Sonne, sie bietet ihre Schönheit dar. Aber am Abend ist sie vielleicht verblüht, und du kannst nichts tun, um es zu verhindern. Die tiefere Liebe des Herzens ist wie eine Brise, die in dein Zimmer weht, ihre Frische, ihre Kühle bringt, und dann vorbei ist. Du kannst den Wind nicht in deiner Faust festhalten. Nur wenige Menschen sind so mutig, ein Leben von Moment zu Moment zu leben, ein Leben, das sich ständig wandelt. Darum haben sie sich zu einer Liebe entschieden, auf die sie sich verlassen können. 
 
Ich weiß nicht, welche Liebe du kennst – wahrscheinlich die erste Art, vielleicht die zweite Art. Und du hast Angst, wenn du dein Sein erreichst, was passiert dann mit deiner Liebe? 
 
Natürlich ist sie dann vorbei – aber du wirst kein Verlierer sein. Eine neue Liebe wird entstehen, eine Liebe, die vielleicht einem Menschen unter Millionen widerfährt. Diese Liebe kann man Barmherzigkeit nennen.“
 
Osho, From Death to Deathlessness, Talk #17
 
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Nur die Liebe und ihr Scheitern können dich nach innen werfen
 
„Ich bin für die Liebe. Mein ganzes Leben habe ich für die Liebe gesprochen. Der Grund dafür ist seltsam, aber ich bin ein exzentrischer Mensch. Ich habe euch beigebracht, nach Liebe zu streben, weil ich weiß, dass ihr nicht religiös werdet, bevor ihr nicht an den entscheidenen Punkt kommt, an dem der andere zur Hölle wird.  Ich bin nicht für die Liebe. Mein ganzes Bemühen gilt Religiosität. 
 
Die Pseudo-Religionen geben euch nur vorgefertigte Rezepte, aber ich möchte euch die Erfahrung vermitteln – ich kann sie euch nicht übergeben … Ich kann euch nur den Weg weisen, kann euch erklären, wie ihr sie findet, und es dann euch überlassen, damit zu experimentieren, wenn ihr wollt. 
 
Wenn eure Liebe nicht gescheitert ist, dann seid ihr noch nicht erwachsen genug für Religiosität. Ihr seid noch minderjährig. Wie alt du wirklich bist, es tut nichts zur Sache, vielleicht bist du sechzig, vielleicht siebzig, es tut nichts zur Sache. Wenn du immer noch hoffst, dass die Liebe erfolgreich istt, dann bist noch minderjährig. Aber wenn du vollkommen verstanden hast, dass es gegen die Natur ist, dass die Existenz so nicht funktioniert … Du bist du, der andere ist der andere. 
 
Wenn du einen Geschmack von der Existenz bekommen willst, geht das nicht über den anderen, es ist ein direkter Sprung in dich selbst hinein. Es geht über dich, durch dich. 
 
Und nur die Liebe und ihr Scheitern können dich nach innen werfen. Nichts sonst kann dich nach innen werfen, denn alles andere steht weit unter der Liebe."
 
Osho, From Unconsciousness to Consciousness, Talk #27
 
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Liebe dich selbst
 
„Wir beginnen mit einem der tiefgründigsten Sutras von Gautam Buddha: ‚Liebe dich selbst …‘
 
Das Gegenteil ist euch von allen Traditionen der Welt beigebracht worden, von allen Zivilisationen, allen Kulturen, allen Kirchen. Sie sagen: ‚Liebe den anderen, liebe nicht dich selbst.‘ Und hinter ihrer Lehre steckt eine bestimmte listige Strategie.
 
Liebe ist Nahrung für die Seele. Wie Speise Nahrung für den Körper ist, so ist Liebe Nahrung für die Seele. Ohne Speise ist der Körper schwach, ohne Liebe ist die Seele schwach. Und kein Staat, keine Kirche, keine Interessengruppe wollte jemals Menschen mit einer starken Seele, denn ein spiritueller Mensch ist einfach rebellisch. 
 
Liebe macht euch rebellisch, revolutionär. Liebe verleiht euch Flügel, so dass ihr hoch empor steigen könnt. Liebe verleiht euch Einsicht in Dinge, so dass euch niemand betrügen kann, ausbeuten kann, unterdrücken kann. Und die Priester und Politiker überleben nur mit eurem Blut –, sie überleben nur durch Ausbeutung. Alle Priester und Politiker sind Parasiten.
 
Um dich spirituell zu schwächen, haben sie eine sichere Lehre gefunden, hundertprozentig sicher, und die ist, dich nicht selbst zu lieben. Wenn ein Mensch sich nicht selbst lieben kann, kann er auch keinen anderen lieben. Diese Lehre ist sehr trickreich. Sie sagen: ‚Liebe den anderen,‘ denn sie wissen, wenn du dich selbst nicht lieben kannst, kannst du überhaupt nicht lieben. Aber sie sagen es immer wieder: ‚Liebe den anderen, liebe die Menschheit, liebe Gott, liebe die Natur, liebe deine Frau, deinen Mann, deine Kinder, deine Eltern, aber liebe nicht dich selbst‘– denn das ist, wie sie sagen, selbstsüchtig. 
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Sie verdammen Selbstliebe wie nichts anderes – und sie lassen ihre Methode sehr logisch erscheinen. Sie sagen: ‚Wenn du dich selbst liebst, wirst du ein Egoist, wenn du dich selbst liebst, wirst du narzisstisch.‘ Das ist nicht wahr. Ein Mensch, der sich selbst liebt, findet kein Ego in sich. Das Ego entsteht, wenn man andere liebt, ohne sich selbst zu lieben, wenn man  versucht, andere zu lieben. 
 
Die Missionare, die sozialen Reformer, die Sozialarbeiter haben die größten Egos der Welt – natürlich, denn sie halten sich für überlegen. Sie sind keine gewöhnlichen Menschen, denn gewöhnliche Menschen lieben sich selbst. Sie aber lieben andere, sie lieben große Ideale, sie lieben Gott. Und all ihre Liebe ist falsch, denn all ihre Liebe hat keine Wurzeln. 
 
Ein Mensch, der sich selbst liebt, tut den ersten Schritt zu wirklicher Liebe.“ 
 
Osho, The Dhammapada: The Way of the Buddha, Vol. 5, Talk #5
 
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Wirkliche Liebe kann allein sein
 
„Man kann tiefe Liebe empfinden und trotzdem allein sein. Tatsächlich kann man nur allein sein, wenn man tiefe Liebe empfindet. Die Tiefe der Liebe schafft einen Ozean um dich herum, einen tiefen Ozean, und du wirst zur Insel, ganz allein. Ja, der Ozean wirft seine Wellen an dein Ufer, aber je stärker diese Wellen sich an deinem Ufer brechen, desto integrierter wirst du, besser verwurzelt, du wirst immer zentrierter.
 
Die Liebe ist nur darum so wertvoll, weil sie dir Alleinsein schenkt. Sie gibt dir genügend Raum, um allein zu sein. 
 
Aber du hast bestimmte Ideen über die Liebe, diese Ideen schaffen Probleme – nicht die Liebe selbst, aber deine Ideen. Die Idee ist, dass Partner miteinander verschmelzen, wenn sie verliebt sind, sich ineinander auflösen. Ja, es gibt Momente der Auflösung – aber das ist die Schönheit des Lebens und all dessen, was existenziell ist: In dem Moment, in dem die Geliebten sich ineinander auflösen, werden sie sehr wach, sehr bewusst. Diese Auflösung ist keine Trunkenheit, diese Auflösung ist nicht unbewusst. Sie bringt große Bewusstheit, sie setzt große Bewusstheit frei. Andererseits haben sie sich aufgelöst – andererseits sehen sie zum ersten Mal die enorme Schönheit des Alleinseins. Der andere definiert sie, ihr Alleinsein, sie definieren sich gegenseitig. Und sie sind sich gegenseitig sehr dankbar. Durch den anderen konnten sie ihr eigens Selbst sehen, der andere wurde zum Spiegel, in dem sie sich spiegeln. Geliebte sind Spiegel füreinander. Die Liebe macht dir dein wirkliches Gesicht bewusst.
 
Nun, das klingt sehr widersprüchlich, paradox, wenn man sagt: ‚Liebe bringt Alleinsein‘. Ihr habt immer gedacht, dass Liebe Zweisamkeit bringt. Ich sage nicht, dass sie nicht Zweisamkeit bringt, aber wenn du nicht allein sein kannst, kannst du auch nicht mit jemandem zusammen sein. Wer wird zusammen sein? Zur Zweisamkeit werden zwei Personen gebraucht, es braucht zwei unabhängige Personen zur Zweisamkeit. Die Zweisamkeit wird reich sein, unendlich reich, wenn beide Personen ganz unabhängig sind. Wenn sie voneinander abhängig sind, ist es keine Zweisamkeit – es ist Sklaverei, es ist eine Fessel.
 
Wenn sie voneinander abhängig sind, wenn die klammern, besitzergreifend sind, wenn sie sich gegenseitig nicht erlauben, allein zu sein, wenn sie sich gegenseitig nicht genügend Raum für ihr Wachstum geben, dann sind sie Feinde, nicht Liebende. Sie sind zerstörerisch für einander, sie helfen sich nicht gegenseitig, ihre Seelen zu finden, ihr Sein. Was ist das für eine Liebe? Es ist vielleicht nur die Angst vor dem Alleinsein, darum klammern sie sich aneinander. Aber wirkliche Liebe kennt keine Angst. Wirkliche Liebe kann allein sein, völlig allein, und aus diesem Alleinsein erwächst Zweisamkeit.“
 
Osho, The Dhammapada: The Way of the Buddha, Vol. 2, Talk #4
 
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Liebe braucht keine Gründe
 
„Liebe braucht keine Gründe – das ist die Schönheit der Liebe und die Freiheit der Liebe. Hass ist eine Fessel. Hass ist ein Gefängnis – in das du dich selbst sperrst. Und Hass bringt Hass hervor, Hass provoziert Hass. Wenn du jemanden hasst, erzeugst du Hass im Herzen dieses Menschen gegen dich selbst. Und die ganze Welt existiert in Hass, in Destruktivität, in Gewalt, in Eifersucht, in Konkurrenzdenken. Die Menschen gehen sich gegenseitig an die Kehle, entweder in Wirklichkeit, als tatsächliche Handlung, oder zumindest in ihren Köpfen, in Gedanken. Jeder bringt jemanden um, tötet jemanden. So haben wir aus dieser schönen Erde eine Hölle gemacht – sie hätte ein Paradies sein können. 
 
Liebe, und die Erde wird wieder ein Paradies. Und die enorme Schönheit der Liebe ist, das sie keine Gründe braucht. Die Liebe fließt ohne Grund aus dir heraus, sie ist dein verströmendes Glück, sie ist das Teilen deines Herzens. Sie ist das Teilen eines Gesangs, der aus deinem Sein kommt. Und Teilen ist so beglückend – daher teilt man. Teilen um des Teilens willen, ohne jeden anderen Grund. 
 
Aber die Liebe, die du bisher gekannt hast, ist nicht die Liebe über die Buddha spricht, über die ich spreche. Deine Liebe ist nichts anderes als die Kehrseite von Hass. Daher braucht deine Liebe einen Grund: Gestern ist jemand freundlich zu dir gewesen, er war so nett, dass du ihn liebst. Das ist nicht Liebe, das ist die Kehrseite von Hass – der Grund beweist es. Oder jemand wird morgen nett zu dir sein: die Art, wie er dich anlächelt, die Art, wie er mit dir spricht, die Art, wie er dich für morgen in sein Haus eingeladen hat – er wird sehr liebevoll sein. Und du empfindest große Liebe. 
 
Das ist nicht die Liebe, über die Buddha spricht. Das ist Hass in der Verkleidung der Liebe – darum kann deine Liebe in jedem Moment in Hass umschlagen. Kratz ein bisschen an einem Menschen, und die Liebe verschwindet und Hass keimt auf. Sie ist nicht einmal hauchdünn. Sogar die sogenannten großen Liebenden kämpfen ständig miteinander, sie gehen sich ständig an die Kehle – nörgelnd, destruktiv. Und die Menschen glauben, das wäre Liebe …
 
Deine Liebe ist nicht wirkliche Liebe, sie ist das Gegenteil. Sie ist Hass, verkleidet als Liebe, getarnt als Liebe, zur Schau gestellt als Liebe. Wirkliche Liebe braucht keine Gründe. Sie denkt nicht an gestern, sie denkt nicht an morgen. Wirkliche Liebe ist spontanes Aufwallen von Freude in dir, und ihr Teilen und ihr Verströmen – ohne andere Gründe, ohne andere Motive als die Freude, sie zu teilen.“
 
Osho, The Dhammapada: The Way of the Buddha, Vol. 1, Talk #1
 
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Liebe ist im Grunde ein Seinszustand
 
„Das, worum es eigentlich geht, ist keine Beziehung sondern ein Zustand, man liebt nicht, sondern man ist Liebe. Vergiss nicht, immer wenn ich über Liebe spreche, spreche ich über den Zustand der Liebe. Ja, Beziehungen sind völlig in Ordnung, aber die Beziehung wird sich als falsch erweisen, wenn du den Zustand der Liebe nicht erreicht hast. Dann ist die Beziehung nicht nur eine Vorgabe, sie ist eine gefährliche Vorgabe, weil sie dich weiter an der Nase herumführen kann. Sie kann dir weiterhin das Gefühl geben, dass du weißt, was Liebe ist, und du weißt es nicht. Liebe ist im Wesentlichen ein Seins-Zustand; man liebt nicht, man ist Liebe.

Und diese Liebe entsteht nicht, indem man sich in jemanden verliebt. Diese Liebe entsteht, indem man nach innen geht – nicht indem man fällt (engl. „to fall in love“), sondern indem man aufsteigt, indem man nach oben steigt, höher als du. Es ist eine Art Über-Sich-Hinauswachsen. Ein Mensch ist Liebe, wenn sein Wesen still ist, sie ist das Lied der Stille. Ein Buddha ist Liebe, ein Jesus ist Liebe – nicht Liebe für eine spezielle Person, sondern einfach Liebe. Ihre ureigenste Atmosphäre ist Liebe. Sie ist nicht auf jemanden im Speziellen ausgerichtet, sie breitet sich in alle Richtungen aus. Wer auch immer in die Nähe eines Buddha kommt, wird sie spüren, wird von ihr durchströmt, wird in ihr gebadet. Und sie ist ohne Bedingungen.

Liebe stellt keine Bedingungen, kein Wenn und Aber. Liebe sagt niemals, „Erfülle diese Bedingungen, dann werde ich dich lieben.“ Liebe ist wie Atmen: wenn sie geschieht, dann bist du einfach Liebe. Es spielt keine Rolle, wer dir nahe kommt, der Sünder oder der Heilige. Wer auch immer in deine Nähe kommt, er kann die Schwingung der Liebe spüren, er ist beglückt. Liebe ist bedingungsloses Geben – aber nur diejenigen können sie geben, die sie haben.“

 
Osho, The Guest, Talk #5
 
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Liebe muss zuerst Wellen um dich selbst schlagen
 
„Die gesunde Selbstliebe ist ein hoher religiöser Wert. Der Mensch, der sich selbst nicht liebt, kann auch andere nicht lieben, niemals. Die ersten Wellen der Liebe müssen in deinem eigenen Herzen aufkommen. Wenn sie nicht für dich selbst entstehen, können sie für keinen anderen entstehen, denn jeder andere ist weiter von dir entfernt. 
 
Wie wenn du einen Stein in einen stillen See wirfst: die ersten Wellen entstehen um den Stein herum, und dann breiten sie sich aus zu den entfernten Ufern. Liebe muss zuerst Wellen um dich selbst schlagen. Man muss seinen Körper lieben, man muss seine Seele lieben, man muss sich ganz lieben. 
 
Und das ist natürlich, sonst könntest du gar nicht überleben. Und es ist schön, es verschönert dich. Der Mensch, der sich selbst liebt wird anmutig, elegant. Der Mensch, der sich selbst liebt, ist stiller, meditativer, verspielter als ein Mensch, der sich nicht selbst liebt. 
 
Wenn du dein Haus nicht liebst, wirst du es nicht sauber halten, wenn du dein Haus nicht liebst, wirst du es nicht anstreichen, wenn du es nicht liebst, wirst du es nicht mit einem schönen Garten umgeben, mit einem Lotosteich. Wenn du dich selbst liebst, legst du einen schönen Garten um dich herum an. Du wirst deine Fähigkeiten ausbauen, du wirst versuchen, alles auszudrücken, was in dir ist. Wenn du dich liebst, wirst du dich selbst nähren, du wirst dich selbst beglücken. 
 
Und du wirst überrascht sein: Wenn du dich selbst liebst, werden auch andere dich lieben. Niemand liebt einen Menschen, der sich selbst nicht liebt. Wenn du selbst dich nicht liebst, wer soll dann die Mühe auf sich nehmen? Und der Mensch, der sich nicht selbst liebt, kann nicht gleichgültig sein. Vergiss nicht, es gibt im Leben keine Gleichgültigkeit." 
 
Osho, The Secret, Talk #18
 
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Beziehungen töten die Liebe
 
„Beziehung ist eine Struktur, und Liebe ist unstrukturiert. Liebe setzt sich zu anderen in Beziehung, sicherlich, aber sie wird nie zur Beziehung. Liebe ist ein Prozess, von Moment zu Moment. Vergiss das nicht. Liebe ist ein Zustand deines Seins, keine Beziehung. Es gibt liebevolle Menschen und lieblose Menschen. Lieblose Menschen geben vor, durch Beziehungen zu lieben. Liebevolle Menschen brauchen keine Beziehung – die Liebe genügt ihnen. 
 
Sei lieber ein Mensch, der liebevoll ist, als einer,der in einer Liebesbeziehung lebt, denn Beziehungen leben an einem Tag, und am nächsten sind sie vorbei. Sie sind Blumen, am Morgen blühen sie, am Abend sind sie verwelkt. 
 
Sei ein liebevoller Mensch. 
 
Aber die Menschen finden es sehr schwierig, liebevoll zu sein, also schaffen sie Beziehungen und betrügen sich so: ‚Weil ich in einer Beziehung bin, bin ich jetzt ein liebevoller Mensch', und die Beziehung mag nur aus Alleinansprüchen, Besitzansprüchen und Ausschließlichkeiten bestehen. 
 
Die Beziehung mag nur aus Angst eingegangen sein, kann sein, dass sie gar nichts mit Liebe zu tun hat. Die Beziehung mag nur der Sicherheit dienen – der finanziellen oder einer anderen. Die Beziehung wird nur deshalb gebraucht, weil es keine Liebe gibt. Die Beziehung ist ein Ersatz. 
 
Werde wach! Beziehungen zerstören die Liebe, zerstören schon die Möglichkeit, dass sie geboren wird.“ 
 
Osho, Walk Without Feet, Fly Without Wings and Think Without Mind, Talk #8
 
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Ohne Liebe hat das Leben keine Poesie
 
„Wenn du liebst, bekommst du mehr Angst als vor dem Tod. Darum ist die Liebe aus der Welt verschwunden. Es geschieht nur selten, sehr selten, dass die Liebe hinabsteigt. Das, was du Liebe nennst, ist nur eine falsche Münze: Du hast sie erfunden, weil es so schwierig ist, ohne Liebe zu leben. Es ist schwierig, denn ohne Liebe hat das Leben keinen Sinn, es ist bedeutungslos.
 
Ohne Liebe hat das Leben keine Poesie. Ohne Liebe existiert der Baum, aber er erblüht nicht. Ohne Liebe kannst du nicht tanzen, nicht feiern, du kannst dich nicht dankbar fühlen, nicht andächtig sein. Ohne Liebe sind Tempel einfach normale Häuser, mit Liebe wird ein normales Haus verwandelt, in einen Tempel verwandelt. Ohne Liebe bleibst du nur eine Möglichkeit – leere Gesten. Mit Liebe wirst du zum ersten Mal echt. Mit Liebe erwacht zum ersten Mal deine Seele. Das Ego zieht sich zurück, die Seele erwacht …
 
Sich auf die Liebe zuzubewegen bedeutet, sich auf einen Abgrund zuzubewegen. Man fängt an zu zittern, es wird einem schwindelig. Steige auf einen Berg im Himalaya und schau hinunter ins Tal, das Tal ist ein Nichts. Wenn du in das Tal der Liebe hinunter schaust, ergreift dich  enorme Furcht. Du fühlst dich beinahe gelähmt: Du kannst nicht weglaufen, du kannst nicht springen. Du erzitterst einfach in unendlicher Furcht.
 
Was kannst du tun? Es ist nicht möglich zurück zu gehen, denn die Liebe zieht dich an: die Liebe ruft deine Tiefe, die Liebe ruft deine Zukunft, die Liebe ruft dein Potential, die Liebe gibt dir einen Einblick in das, was du sein kannst. Du kannst davor nicht weglaufen, und du kannst nicht springen, weil die Kosten zu hoch sind. Du musst dich selbst fallen lassen – alles, von dem du dachtest, das seist du – dein Image, deine Zukunft, deine Identität. 
 
Aber ich sage dir, nur vor dem Sprung erscheinen die Kosten zu hoch. Wenn du einmal springst … dann weißt du, dass alles was du aufgegeben hast, nichts ist, und das, was du gewonnen hast, ist  unendlich wertvoll. Ich will dir ein Paradox erzählen: die Liebe fordert, dass du das fallen lässt, was du nicht hast, und die Liebe bietet dir das an, was du schon hast. Die Liebe möchte, dass du das loswirst, was du nicht hast.“ 
 
Osho, Come Follow to You, Vol. 4, Talk #6
 
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Liebe ist eine Tür
 
„Wenn Liebe voller Leidenschaft ist, dann wird Liebe zur Hölle. Wenn Liebe jemanden binden will, dann wird Liebe zum Gefängnis. Wenn Liebe ohne Leidenschaft ist, wird sie zum Himmel. Wenn Liebe niemanden binden will, dann ist sie göttlich. 
 
Die Liebe hat beide Möglichkeiten. Du kannst mit Leidenschaft und mit Anbindung lieben, das ist, als hättest du einen Stein an den Vogel der Liebe gebunden, dann kann er nicht fliegen. Oder als hättest du den Vogel der Liebe in einen goldenen Käfig gesperrt. Wie wertvoll der Käfig auch ist – er mag ganz mit Diamanten und Juwelen besetzt sein – ein Käfig bleibt ein Käfig, und er zerstört die Fähigkeit des Vogels zu fliegen. 
 
Wenn du die Liebe von Leidenschaft und Anbindung befreist, wenn deine Liebe rein ist, unschuldig, formlos, wenn du in Liebe gibst und nichts forderst, wenn Liebe nur ein Geben ist, ein Kaiser, kein Bettler, wenn du glücklich bist, weil jemand deine Liebe angenommen hat und du keinen Handel damit treibst, nichts zurück forderst, dann befreist du diesen Vogel der Liebe in den offenen Himmel hinein. Dann stärkst du seine Flügel. Dann kann dieser Vogel in die Unendlichkeit fliegen. 
 
In Liebe sind die Menschen gefallen (to fall in love) und in Liebe sind die Menschen hoch empor gestiegen. Es hängt davon ab, was du mit der Liebe machst. Liebe ist ein sehr geheimnisvolles Phänomen. Sie ist eine Tür – auf der einen Seite ist Leid, auf der anderen Seite ist Glück, auf der einen Seite ist die Hölle, auf der anderen Seite der Himmel. Auf der einen Seite ist  Samsara, der Kreislauf von Werden und Vergehen, auf der anderen Seite ist Befreiung. Die Liebe ist eine Tür. 
 
Wenn du nur die Liebe kennen gelernt hast, die voller Leidenschaft und Anbindung ist, kannst du die Worte von Jesus: ‚Gott ist Liebe‘ nicht verstehen. Wenn Sahajo beginnt, seine Lieder der Liebe zu singen, wirst du dich sehr unwohl fühlen: ‚Das macht keinen Sinn, ich habe auch geliebt, aber ich bekam nur Unglück zurück. Im Namen der Liebe konnte ich nur Dornen ernten, für mich haben keine Blumen geblüht.‘ Die andere Art von Liebe scheint nicht wirklich zu sein. Die Liebe, die zu Hingabe wird, zum Gebet, die zur Befreiung wird, erscheint nur als ein Spiel mit Worten. 
 
Auch du hast die Liebe kennengelernt – aber wenn du geliebt hast, war deine Liebe voller Leidenschaft und Anbindung. Deine Liebe war nicht wirkliche Liebe. Deine Liebe war nur ein Vorhang, hinter dem sich Leidenschaft, Anbindung und Sex verbargen. Nach außen hin hast du es Liebe genannt, innen war es etwas anderes. Wonach hast du dich gesehnt, wenn du eine Frau oder einen Mann geliebt hast? – deine Sehnsucht war sexuell und Liebe war nur die äußere Dekoration. 
 
Wenn du tief in dich selbst hinein schaust, wirst du herausfinden, dass deine Liebe nur ein Wort ist, dass die Flammen sexueller Sehnsucht darin brennen. Diese Flammen direkt an jemanden zu richten ist nicht akzeptabel, Diplomatie ist nötig. Darum sagst du zu der Frau, deren Körper du genießen möchtest, dass du ihre Seele liebst. Du kennst noch nicht mal deine eigene Seele, wie kannst du dann die Seele eines anderen kennen? Aber die Menschen, die voller körperlicher Lust sind, reden über die Seele. Ihr Verlangen richtet sich darauf, den Körper des anderen zu genießen, aber sie reden über innere Schönheit.“
 
Osho, Showering without Clouds,  Talk #2
 
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Die Menschheit wird erst aufhören, Kriege zu führen, wenn die Liebe wieder in die Welt einziehen kann
 
„Die Gesellschaft erlaubt keine Liebe, denn ein Mensch, der tief liebt, kann nicht manipuliert werden. Du kannst ihn nicht in den Krieg schicken, er wird sagen: 'Ich bin so glücklich! Wo schickt ihr mich hin? Und warum sollte ich losgehen und Fremde töten, die vielleicht bei sich zuhause glücklich sind? Und ich habe keinen Streit mit ihnen, keinen Konflikt …'
 
Wenn die junge Generation tiefer und tiefer in die Liebe eintaucht, werden Kriege verschwinden, denn du wirst nicht genügend verrückte Menschen finden, die in den Krieg ziehen. Wenn du liebst, hast du das Leben gekostet, du möchtest nicht den Tod, du möchtest keine Menschen töten. Wenn du nicht liebst, hast du das Leben nicht gekostet, du möchtest den Tod.
 
Angst tötet, sie möchte töten. Angst ist destruktiv, Liebe ist kreativ. Wenn du liebst, möchtest du etwas erschaffen – du möchtest singen oder malen oder ein Gedicht schreiben, aber du möchtest kein Gewehr nehmen oder eine Atombombe und wie verrückt losrennen, um Menschen zu töten, die du überhaupt nicht kennst, die dir nichts getan haben, die dir so fremd sind, wie du ihnen. 
 
Die Menschheit wird erst aufhören, Kriege zu führen, wenn die Liebe wieder in die Welt einziehen kann. Politiker wollen nicht, dass du liebst, die Gesellschaft will nicht, dass du liebst, die Familie erlaubt dir nicht zu lieben: Sie alle wollen deine Liebesenergie kontrollieren, denn das ist die einzige Energie, die es gibt. Darum gibt es Angst. 
 
Wenn du mich richtig verstehst, dann lass alle Angst fallen und liebe mehr, liebe ohne Bedingungen – und denke nicht, dass du für andere etwas tust, wenn du liebst, du tust etwas für dich selbst. Wenn du liebst tust du dir etwas Gutes. Also warte nicht, sage nicht, dass du erst dann lieben wirst, wenn andere dich lieben – das ist überhaupt nicht der Punkt. 
 
Sei selbstsüchtig. Liebe ist selbstsüchtig. Liebe die Menschen – du wirst dich dadurch erfüllt fühlen, du wirst dadurch mehr und mehr Glücksgefühle ernten. 
 
Und wenn die Liebe tiefer geht, verschwindet die Angst, Liebe ist Licht, Angst ist Dunkelheit." 
 
Osho, Talking Tao, Talk #2
 
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Liebe ist der einzige Sinn
 
"Wirklich, wenn du dich verliebst, wirfst du alle Vernunft beiseite. Darum sagt man im Englischen 'fall in love'. 'Fallen' wo runter? Fallen aus dem Kopf runter ins Herz. Im Englischen wird dieser abschätzige Ausdruck 'falling in love' gebraucht, weil der Kopf, die Vernunft, das nicht ohne Herabsetzung betrachten kann. Es ist ein Fall. Ist Liebe wirklich ein Fall oder ein Aufsteigen? Wirst du dadurch mehr, oder wirst du weniger? Weitest du dich aus oder schrumpfst du?
 
Mit Liebe wirst du mehr! Deine Bewusstheit ist größer, dein Empfinden ist größer, deine Ekstase ist größer, deine Sensibilität ist größer. Du bist lebendiger, aber eins ist geringer: dein Verstand ist verringert. Er kann es nicht begründen, er ist blind. Was deinen Verstand angeht, bist du blind. Das Herz hat seine eigenen Gründe – das ist etwas anderes – und das Herz hat seine eigenen Augen, aber das ist etwas anderes. Die Augen des Verstandes sind nicht da, also sagt der Verstand, es ist ein Fall, du bist gefallen. 
 
Solange das Herzzentrum nicht wieder funktioniert, wird der Mensch nicht fähig zur Liebe sein, und das ganze Unglück des modernen Lebens ist, solange er nicht liebt, hat sein Leben keinen Sinn. Das Leben sieht sinnlos aus. Liebe gibt ihm einen Sinn, Liebe ist der einzige Sinn. Solange du nicht lieben kannst, findest du keinen Sinn, und du fühlst dich, als existiertest du ohne jede Bedeutung, völlig sinnlos. Und Selbstmord zieht dich an. Du möchtest dich selbst töten, dir ein Ende setzen, denn warum sollst du existieren?  
 
Bloßes Existieren reicht nicht aus. Die Existenz muss eine Bedeutung haben, was ist sonst der Sinn? Warum sich selbst unnötig dahin schleppen? Warum dasselbe Spiel jeden Tag wiederholen? Aufstehen und immer dasselbe tun, dann wieder schlafen gehen und am nächsten Tag dasselbe Spiel: warum? 
 
Das hast du bisher gemacht, und was ist passiert? Und du wirst es solange machen, bis der Tod kommt und dich von dir, von deinem Körper erlöst. Was ist also der Sinn? Die Liebe ist der Sinn. Nicht, dass dein Leben durch die Liebe irgendwelche Ergebnisse oder Ziele bekommt – nein! Durch die Liebe wird jeder Moment an sich wertvoll. Dann fragst du nicht mehr nach dem Sinn. Wenn jemand fragt, was ist der Sinn des Lebens, dann weißt du, dass ihm Liebe fehlt. Wenn jemand fragt, was bedeutet das Leben, dann fragt er, weil er noch nie geliebt hat. Wenn jemand liebt, dann fragt er nicht nach dem Sinn des Lebens. Er kennt den Sinn, er braucht nicht zu fragen. Er kennt den Sinn! Der Sinn ist da: Liebe ist der Sinn des Lebens."
 
Osho, The Book of Secrets,  Talk #44
 
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Ein Mensch, der voller Liebe ist, ist im Himmel
 
"Ohne Liebe ist ein Mensch ganz allein, vom Herzen der Existenz abgetrennt. Ohne Liebe ist jeder eine einsame Einheit, er ist ohne Verbindung zu anderen. Heute ist jeder vollkommen allein. Wir alle schließen uns vom anderen ab, in uns selbst gefangen. Jeder lebt wie in einem Grab. Obwohl er lebendig ist, ist der Mensch ein Leichnam.
 
Während einer Reise fragte mich einmal jemand, welches das wertvollste Wort im menschlichen Wortschatz ist. Ich antwortete:  Liebe. Der Mann war überrascht. Er sagte, er habe erwartet, meine Antwort sei  Seele oder  Gott. Ich lachte und sagte: ‚Liebe  ist Gott.'
 
Wenn man auf dem Glanz der Liebe aufsteigt, kann man das erleuchtete Reich Gottes betreten. Es ist besser zu sagen ‚Liebe ist Gott', als zu sagen ‚Wahrheit ist Gott', denn die Harmonie, die Schönheit, die Lebendigkeit und das Glück, die alle Teil der Liebe sind, sind nicht Teil der Wahrheit. Wahrheit kann man erkennen, aber Liebe kann man erkennen und auch fühlen. In der Größe der Liebe und ihrer Vollkommenheit verschmilzt man mit Gott.
 
Die größte Armut ist es, wenn die Liebe fehlt. Der Mensch, der keine Liebe entwickelt hat, lebt in einer privaten Hölle. Ein Mensch, der voll von Liebe ist, ist im Himmel. Du kannst den Menschen als eine wunderbare und einzigartige Pflanze ansehen, eine Pflanze, die zugleich Nektar und Gift hervorbringt. Wenn ein Mensch von Hass lebt, erntet er Gift, wenn er von Liebe lebt, sammelt er Früchte an, die voll von Nektar sind." 
 
Osho, The Long, the Short and the All,  Talk #6
 
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Zu lieben und Liebe zu brauchen ist zweierlei
 
"Fülle dein Leben mit Liebe. Aber du wirst sagen: 'Wir lieben doch immer'. Und ich sage euch, ihr liebt sehr selten. Ihr mögt euch nach Liebe sehnen … aber zwischen diesen beiden besteht ein enormer Unterschied. Zu lieben und Liebe zu brauchen ist zweierlei. Die meisten von uns bleiben ihr Leben lang wie Kinder, denn alle suchen nach Liebe. Zu lieben ist sehr geheimnisvoll, sich nach Liebe zu sehnen ist sehr kindisch. Kleine Kinder brauchen Liebe, und wenn die Mutter ihnen Liebe gibt, können sie wachsen. Sie möchten auch Liebe von anderen, und die Familie liebt sie.
 
Wenn sie dann älter werden, wenn sie zu Ehemännern werden, wollen sie Liebe von ihrer Frau, wenn sie zu Ehefrauen werden, wollen sie Liebe von ihrem Mann. Und jeder, der Liebe haben will, leidet, denn Liebe kann man nicht fordern, Liebe kann man nur geben. Es gibt keine Garantie sie zu bekommen, wenn du sie forderst. Und wenn die Person, von der du sie erwartest, auch von dir Liebe erwartet, dann ist das Problem da, es ist, als ob sich zwei Bettler treffen und sich gegenseitig anbetteln. Überall auf der Welt gibt es Eheprobleme zwischen Mann und Frau, und der einzige Grund dafür ist, dass beide voneinander Liebe erwarten aber unfähig sind, sie zu geben.
 
Denk ein wenig darüber nach – über deine ständige Sehnsucht nach Liebe. Du möchtest, dass dich jemand liebt, und wenn dich jemand liebt, dann fühlst du dich gut. Aber was du nicht weißt, ist, dass der andere dich nur liebt, damit du ihn liebst. Es ist wie der Köder für einen Fisch: Der wird dem Fisch nicht zum Fressen hingeworfen, er wird dem Fisch hingeworfen, damit er gefangen werden kann.
 
Der Angler will ihm dem Fisch nicht schenken, er macht es nur, um den Fisch zu fangen. Alle verliebten Leute, die du um dich herum siehst, werfen nur Köder aus, um Liebe zu bekommen. Für eine Weile werfen sie Köder aus, bis der andere das Gefühl hat, er könnte von dieser Person Liebe bekommen. Dann wird auch er etwas Liebe zeigen, bis sie schließlich beide bemerken, dass sie Bettler sind. Sie haben einen Fehler gemacht: jeder dachte, der andere wäre ein Kaiser. Und allmählich bemerken beide, dass sie vom anderen keine Liebe bekommen, und dann fangen die Spannungen an."
 
Osho, The Path of Meditation,  Talk #3
 
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