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Osho Zitate über die Ehe

Wir haben die Ehe zu einer unnatürlichen Norm erhoben
 
Osho
ist das Konzept von Seelengefährten sinnvoller als das der Ehe?
 
„Du fragst: ‚Ist das Konzept von Seelengefährten sinnvoller als das der Ehe?‘ Konzepte spielen gar keine Rolle. Was eine Rolle spielt, ist dein Verständnis. Du kannst das Wort Ehe durch das Wort Seelengefährten ersetzen, aber du bleibst derselbe. Du wirst dieselbe Hölle aus Seelengefährten machen, wie du sie aus der Ehe gemacht hast – nichts hat sich geändert, nur das Wort, das Etikett. Glaube nicht zu sehr an Etiketten.
 
Warum ist die Ehe gescheitert? Zu allererst: Wir haben sie zu einer unnatürlichen Norm erhoben. Wir haben versucht, sie zu etwas Dauerhaftem zu machen, zu etwas Heiligem, ohne auch nur das ABC von Heiligkeit zu kennen, ohne auch nur irgendetwas über die Ewigkeit zu wissen. Unsere Intentionen waren gut, aber unser Verständnis war nicht gut genug, es hat nicht ausgereicht. Anstatt zum Himmel zu werden, ist die Ehe zur Hölle geworden. Anstatt heilig zu werden, ist sie weit unter Respektlosigkeit gefallen.
 
Und die Menschen sind schon immer so dumm gewesen – eine uralte Dummheit: immer wenn es schwierig wird, ändern sie den Begriff ab. Ändere das Wort Ehepartner in Seelengefährten, aber ändere nicht dich selbst. Und du bist das Problem, nicht der Begriff, es kann irgendein Begriff sein. Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose … Du kannst sie irgendwie nennen. Du möchtest das Konzept verändern, du möchtest dich nicht selbst verändern.“
 
Osho, The New Dawn, Talk #20
 
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Die Ehe ist zu einem Schlachtfeld geworden
 
„Die Ehe ist gescheitert, weil du selbst die hohe Norm, die du an sie anlegst, an das Konzept anlegst, nicht erfüllen konntest. Du warst grausam, du warst unmenschlich, du warst voller Eifersucht, du warst voller Begierde, du hattest noch nie wirklich erfahren, was Liebe ist. Im Namen der Liebe hast du alles Mögliche getan, was genau das Gegenteil von Liebe ist: Besitzansprüche, Dominanz, Macht.
 
Die Ehe ist zu einem Schlachtfeld geworden, auf dem zwei Menschen um die Vorherrschaft kämpfen. Der Mann hat natürlich seine eigene Art zu kämpfen, rau und eher primitiv. Die Frau hat auch ihre eigene Art: weiblich, sanfter, etwas zivilisierter, gedämpfter. Aber die Situation ist dieselbe. Psychologen nennen die Ehe jetzt ‚intime Feindschaft‘. Und als solche hat sie sich auch erwiesen: Zwei Feinde leben zusammen und geben vor, sich zu lieben, erwarten vom anderen, dass er ihm Liebe gibt, und dasselbe erwartet der andere auch. Keiner ist bereit, etwas zu geben – denn keiner hat etwas. Wie kannst du Liebe geben, wenn du sie nicht hast?“
 
Osho, The New Dawn, Talk #20
 
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Die Ehe ist wirklich ein Dilemma
 
„Ohne die Ehe gäbe es kein Elend – und auch kein Lachen. Es gäbe so viel Stille ... es wäre das Nirwana auf Erden. Die Ehe hält tausende von Dingen am Laufen: Religion, Staat, die Nation, Kriege, Literatur, Filme, die Wissenschaft, tatsächlich basiert alles auf der Institution der Ehe.
 
Ich bin nicht gegen die Ehe, ich möchte euch nur bewusst machen, dass man auch über sie hinaus gehen kann. Und das ist nur möglich, weil die Ehe euch soviel Unglück beschert, soviel Verzweiflung und Angst, dass ihr lernen müsst, sie zu transzendieren. Sie ist ein guter Kick zur Transzendenz. Die Ehe ist nicht nutzlos, sie ist nötig, um dich zu Verstand zu bringen, um dich zu Sinnen zu bringen. Die Ehe ist nötig, und doch kommt ein Punkt, an dem du sie transzendieren musst. Sie ist wie eine Leiter. Du kletterst die Leiter rauf, sie bringt dich nach oben, aber dann kommt ein Moment, in dem du die Leiter zurücklassen musst. Wenn du dich weiter an die Leiter klammerst, bist du in Gefahr.
 
Lerne etwas aus der Ehe. In der Ehe ist die ganze Welt in Miniaturform vorhanden, sie bringt dir vieles bei. Nur die Mittelmäßigen lernen nichts aus ihr. Ansonsten kann sie dir beibringen, dass du nicht weißt, was Liebe ist, dass du dich nicht beziehen kannst, dass du nicht kommunizieren kannst, dass du kein Gespräch führen kannst, dass du nicht mit jemand anderem zusammen leben kannst. Sie ist ein Spiegel, sie zeigt dir dein Gesicht aus allen möglichen Winkeln. Und all das ist für dein Wachstum nötig. Aber wer für immer daran kleben bleibt, bleibt unreif. Man muss darüber hinaus gehen.
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Zu heiraten heißt im Wesentlichen, dass du nicht allein sein kannst, dass du den anderen brauchst. Ohne den anderen fühlst du dich leer, und mit dem anderen fühlst du dich elend. Die Ehe ist wirklich ein Dilemma! Wenn du allein bist, bist du unglücklich, wenn ihr zusammen seid, seid ihr unglücklich. Das zeigt dir deine Realität, dass etwas tief in dir eine Transformation braucht, damit du allein glücklich sein kannst und auch mit dem anderen zusammen glücklich sein kannst. Dann ist die Ehe keine Ehe mehr, denn sie ist keine Fessel mehr. Dann ist sie ein Teilen, dann ist sie Liebe. Dann gibt sie dir Freiheit, und du gibst dem anderen die Freiheit, die er für sein Wachstum braucht.“
 
Osho, Tao: The Golden Gate, Vol. 2, Talk #9
 
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Die gewöhnliche Ehe ist eine unbewusste Fessel
 
„Die gewöhnliche Ehe ist eine unbewusste Fessel: Du kannst nicht allein leben, also wirst du vom anderen abhängig, der andere kann nicht allein leben, also wird er oder sie von dir abhängig. Und wir hassen den Menschen, von dem wir abhängig sind, keiner will von jemandem abhängig sein. Unser tiefstes Begehren ist frei zu sein, vollkommen frei – und Abhängigkeit ist das Gegenteil von Freiheit.
 
Jeder hasst Abhängigkeit, und darum streiten Paare ständig miteinander, und sie wissen nicht, warum sie streiten. Sie müssen darüber meditieren, sie müssen darüber nachdenken, warum sie streiten. Alles wird zum Anlass, dass sie nur streiten können. Wenn du einen Anlass abschaffst, findet sich schnell ein neuer, wenn es keinen Anlass mehr gibt, wird schnell ein neuer erfunden, aber gestritten werden muss.“
 
Osho, Tao: The Golden Gate, Vol. 2, Talk #9
 
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Wer kümmert sich schon ohne Ehe um Meditation?
 
„Religionen gibt es nicht wegen Gott oder für Gott, es gibt sie, weil es die Ehe gibt. Die Ehe schafft so viel Unglück, dass man einfach meditieren muss, Meditation ist ein Nebenprodukt der Ehe. Wer kümmert sich schon ohne Ehe um Meditation? Wozu? Du bist auch so schon glücklich!
 
Ohne die Ehe gäbe es keine Weltflucht. Buddha hätte der Welt nicht entsagt – warum auch? Es muss seine Frau Yashodhara gewesen sein, die das nötig gemacht hat. Mahavira wäre nicht in die Berge geflohen. Ohne die Ehe gäbe es keinen Buddha, keinen Mahavira. Stell dir das mal vor, die Geschichte wäre sehr banal, ohne jedes Salz, ohne jeden Geschmack. Die Ehe hält diesen traurigen Kreislauf ständig in Gang, und die Menschen nennen es Kreistanz.
 
Ich bin nicht gegen die Ehe – ohne die Ehe würden neunundneunzig Prozent aller Witze von der Erde verschwinden. Wie kann ich da gegen die Ehe sein? Ich bin vollkommen dafür.“
 
Osho, Tao: The Golden Gate, Vol. 2, Talk #9
 
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Die Ehe ist das Bemühen, die Liebe gesetzlich zu regeln
 
Osho,
was ist das Geheimnis, verheiratet und gleichzeitig glücklich zu sein?
 
„Das ist unmöglich, das hat es nie gegeben – es liegt in der Natur der Sache, dass es das nicht geben kann. Die Ehe geht gegen die Natur. Die Ehe wurde den Menschen auferlegt, sie ist eine Erfindung des Menschen – sicher, aus Notwendigkeit, aber heute ist auch diese Notwenigkeit nicht mehr vorhanden. In der Vergangenheit war sie ein notweniges Übel, aber heute kann man sie aufgeben. Und man sollte sie aufgeben: Die Menschen haben genug darunter gelitten, mehr als genug. Die Ehe ist eine hässliche Institution, und zwar aus einem einfachen Grund: Liebe kann man nicht gesetzlich regeln. Liebe und Gesetze widersprechen einander.
 
Die Ehe ist das Bemühen, die Liebe gesetzlich zu regeln, und das geschieht aus Angst. Es wird dabei an morgen gedacht, an die Zukunft. Die Menschen denken immer an die Vergangenheit oder an die Zukunft, und weil sie immer an die Vergangenheit oder an die Zukunft denken, zerstören sie die Gegenwart. Und die Gegenwart ist die einzige Realität, die es gibt. Man muss in der Gegenwart leben. Die Vergangenheit muss sterben, man muss ihr erlauben zu sterben …
 
Du fragst mich: ‚Was ist das Geheimnis, verheiratet und gleichzeitig glücklich zu sein?‘ Ich weiß es nicht. Das hat noch niemand gewusst. Warum wäre Jesus unverheiratet geblieben, wenn er das Geheimnis gekannt hätte? Er kannte das Geheimnis des Königreich Gottes, aber er kannte nicht das Geheimnis, verheiratet und gleichzeitig glücklich zu sein. Er blieb unverheiratet. Mahavira, Lao Tzu, Chuang Tzu, sie alle blieben aus dem einfachen Grund unverheiratet, dass es dieses Geheimnis nicht gibt. Sonst hätten diese Leute es entdeckt. Sie konnten das Letztendliche entdecken – und die Ehe ist kein so großes Ding, sie ist sehr flach. Sie konnten sogar das Göttliche ergründen, aber sie konnten nicht die Ehe ergründen.“
 
Osho, Tao: The Golden Gate, Vol. 1, Talk #3
 
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Ich habe noch nie von einer perfekten Ehe gehört
 
„Ich habe noch nie von einer perfekten Ehe gehört. Man sagt, dass perfekte Ehen im Himmel geschlossen werden. Von dort kommt niemand zurück, also stimmt es vielleicht. Aber wie sieht so eine perfekte Ehe aus?
 
Es gibt keine Spannung, der Mann oder die Frau haben keine Individualität. Sie stoßen nicht zusammen, sie bekämpfen sich nicht. Sie sind zu süß zueinander. Und zu viel Süße erzeugt Diabetes!“
 
Osho, The Dhammapada: The Way of the Buddha, Vol. 7, Talk #10
 
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Die Ehe ist eine Plastikblume
 
„Euch scheint das Phänomen der Ehe nicht bewusst zu sein – wie zerstörerisch sie ist für beide, für den Mann und die Frau. Liebe ist kreativ, Heirat ist destruktiv. Aber die Liebe ist nicht verlässlich, in diesem Moment kann sie da sein, im nächsten ist sie verschwunden. Und der Mensch möchte beständige Dinge, er ist besessen von Beständigkeit. Er möchte Sicherheit, er möchte sich anklammern. Und da die Liebe nicht verlässlich ist, hat er die Ehe geschaffen.
 
Die Ehe ist eine Plastikblume. Liebe ist eine wirkliche Rose, aber die wirkliche Rose ist am Morgen wunderschön, und am Abend ist sie verblüht. Niemand kann sagen, wann das anfängt, wann die Blütenblätter anfangen zu fallen. Nur ein starker Wind, und sie ist dahin, nur ein starker Sonnenschein, und sie ist dahin. Aber die Plastikblume bleibt, ob Regen, ob Sonnenschein, egal was kommt, die Plastikblume bleibt. Tatsächlich ist Plastik das einzige Beständige auf der Welt.
 
Die Ehe ist eine Plastikblume – die Ehe ist eine Institution, und wer will schon in einer Institution leben?“
 
Osho, The Dhammapada: The Way of the Buddha, Vol. 7, Talk #5
 
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Die Ehe hat die Prostitution erschaffen
 
„Was ist der Unterschied zwischen einer Prostituierten und einer Ehefrau? Die eine ist ein zeitlich begrenztes Arrangement, die andere hält es etwas länger aus. Die Ehe ist so eine Art dauerhafter Prostitution, tief drinnen gibt es keinen Unterschied. Darum können die Ehe und Prostitution nebeneinander existieren.
 
Wenn man einmal genauer hinschaut, dann ist es die Ehe, die Prostitution erschafft. Und Prostitution wird nicht aus der Welt verschwinden, solange es die Ehe gibt, sie ist der Schatten der Ehe. Tatsächlich haben Prostituierte die Ehe gerettet. Es ist eine Sicherheitsmaßnahme, der Mann kann ab und zu zur Abwechslung zu einer anderen Frau gehen, zu einer Prostituierten, und er kann so seine Ehe und ihr Überdauern retten.“
 
Osho, Unio Mystica, Vol. 1, Talk #10
 
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Was wirklich eine Rolle spielt, ist die Liebe
 
„So wie ich es sehe, sind neunundneunzig Prozent aller Ehen staatlich anerkannte Prostitution. Sie sind keine Ehen. Eine Ehe ist nur eine wirkliche Ehe, wenn sie aus Liebe erwächst. Legal, illegal, das spielt keine Rolle. Was wirklich eine Rolle spielt, ist die Liebe.
 
Wenn sich zwei Menschen lieben, dann ist die Ehe begnadet. Wenn sie sich nicht lieben, dann können keine Gesetze der Welt sie zusammenführen. Dann leben sie getrennt voneinander, dann lebt jeder für sich, sie leben im Konflikt, sie leben immer im Krieg. Und sie ärgern sich gegenseitig. Sie sind hässlich zueinander, nörgeln aneinander rum, sie sind besitzergreifend, gewalttätig, repressiv, dominant, diktatorisch.“
 
Osho, Zen: The Path of Paradox, Vol. 2, Talk #8
 
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Für die Frau bedeutet die Ehe ein Zuhause
 
„Wenn ein Mann an eine Frau denkt, denkt er an Liebe, er denkt nie an Heirat. Wenn eine Frau an einen Mann denkt, denkt sie an Heirat. Die Liebe kommt an zweiter Stelle, zuerst kommt die Sicherheit. Sie lebt in einer anderen Welt – in der Zukunft wird das vielleicht anders, aber in der Vergangenheit war das einzige Problem für die Frau, dass sie sich sicher fühlen konnte.
 
Sie ist verletzlich, sie ist sanft, sie ist schwächer, sie ist ängstlich. Sie lebt in einer Welt, die von Männern geschaffen wurde, und in dieser Welt ist sie eine Fremde. Sie braucht Sicherheit. Wenn sie sich verliebt, geht ihr erster Gedanke, ihre erste Frage in Richtung Sicherheit. Sie möchte nicht mit einem Mann schlafen, solange die Hochzeit nicht in Aussicht ist. Zuerst muss die Hochzeit klar sein, dann kann der Rest folgen.
 
Der Mann ist weniger an einer Heirat interessiert, viel weniger. Tatsächlich ist er überhaupt nicht daran interessiert. Wenn er einwilligt, willigt er nur widerwillig ein – denn Heirat bedeutet Verantwortung. Heirat bedeutet Unfreiheit, Heirat bedeutet, jetzt bist du eingekerkert. Jetzt bist du nicht mehr frei, mit anderen Frauen zu gehen. Für den Mann bedeutet die Ehe ein Gefängnis. Für die Frau bedeutet die Ehe Sicherheit, Schutz, ein Zuhause. Zwei verschiedene Glaubenssysteme, und so verhalten sie sich unterschiedlich. Sich widerstreitende Glaubenssysteme.“
 
Osho, Zen: The Path of Paradox, Vol. 2, Talk #5
 
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Die Ehe ist ein Weg, Intimität zu vermeiden
 
Osho,
du hast kürzlich wiederholt über die nachteiligen Aspekte der Ehe gesprochen. Würdest du bitte über deine Auffassung von Intimität sprechen? Besonders darüber, wann es positiv oder negativ ist, in schwierigen Zeiten zusammen zu bleiben?
 
„Die Ehe ist ein Weg, Intimität zu vermeiden. Sie ist ein Trick, um eine formelle Beziehung herzustellen. Intimität ist nicht formell. Wenn eine Ehe aus Intimität erwächst, ist sie schön, aber wenn du hoffst, dass Intimität aus der Eheschließung erwächst, dann hoffst du vergebens. Natürlich weiß ich, dass viele Menschen, Millionen von Menschen, sich lieber auf die Ehe eingelassen haben als auf Intimität – denn Intimität bedeutet Wachstum, und das ist schmerzhaft.
 
Die Ehe ist sehr sicher, sie ist ein Schutz, es findet kein Wachstum statt. Man steckt einfach fest. Die Ehe ist ein sexuelles Abkommen, Intimität ist die Suche nach Liebe. Die Ehe ist eine Art Prostitution, eine dauerhafte Art. Man hat einen Mann oder eine Frau geheiratet – das ist dauerhafte Prostitution. Es ist ein ökonomisches Abkommen, kein psychologisches, keins, das vom Herzen kommt.
 
Vergiss also nicht, wenn eine Ehe aus Intimität erwächst, ist sie schön. Das bedeutet, dass zwei Menschen zusammen gelebt haben sollten, bevor sie heiraten. Die Flitterwochen sollten vor der Hochzeit stattfinden, nicht danach. Man sollte die dunklen Nächte, die schönen Tage, die traurigen Momente, die glücklichen Momente zusammen durchlebt haben. Man sollte sich tief in die Augen, tief in die Seele geschaut haben.“
 
Osho, Tao: The Pathless Path, Vol. 2, Talk #4
 
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Die Ehe ist ein Auslaufmodell
 
„Wenn zwei Personen aneinander gebunden sind, ist ihre Freiheit dahin, und sie werden wütend. Wenn es keine Freiheit mehr gibt, wird alles hässlich. Liebe bedeutet, dass es Freiheit gibt, Heirat bedeutet, dass es mit der Freiheit vorbei ist. Du bist für Beständigkeit, für deine Sicherheit, einen Handel eingegangen, und du hast mit deiner Freiheit bezahlt.
 
Die Ehe wird verschwinden, sie sollte verschwinden. Wir sind an einem Punkt in der Menschheitsgeschichte angelangt, an dem die Ehe verschwinden kann. Sie ist ein Auslaufmodell, sie hat schon zu lange gelebt und nichts als Unglück hervorgebracht. Die Ehe sollte verschwinden, und die Liebe sollte wieder aufblühen. Man sollte in Unsicherheit und Freiheit leben. Das nenne ich Intelligenz.“
 
Osho, Tao: The Pathless Path, Vol. 2, Talk #2
 
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Die Ehe ist ein Ersatz für die Liebe
 
Osho,
wie kommt es, dass du gegen die Ehe sprichst und doch Leuten sagst, sie sollten heiraten?
 
„Die Ehe ist für mich ein totes Ding. Sie ist eine Institution, und du kannst in einer Institution nicht leben, nur Verrückte leben in Institutionen. Sie ist ein Ersatz für die Liebe. Die Liebe ist gefährlich, zu lieben bedeutet, ständig im Unwetter zu stehen. Du brauchst Mut, und du brauchst Bewusstheit, und du musst auf alles gefasst sein. Die Liebe bietet dir keine Sicherheit, die Liebe ist unsicher. Die Ehe bietet Sicherheit: das Standesamt, die Polizei, das Gericht stehen hinter ihr. Der Staat, die Gesellschaft, die Religion – sie alle stehen hinter ihr. Die Ehe ist ein soziales Phänomen. Die Liebe ist individuell, persönlich, intim.
 
Die Liebe ist gefährlich, unsicher – niemand weiß, wohin die Liebe führt, sie ist wie eine Wolke – ohne Ziel. Die Liebe ist eine verborgene Wolke, keiner weiß, wohin sie zieht. Keiner weiß, wann sie sich wo befindet. Unvorhersehbar – kein Astrologe kann etwas über die Liebe vorhersagen. Über Heirat? – Die Astrologen sind da sehr, sehr hilfreich, die können sie vorhersagen.
 
Der Mensch hat die Ehe erfunden, weil er Angst vor dem Unbekannten hat. Der Mensch hat auf allen Ebenen des Lebens Ersatz geschaffen: Für die Liebe ist es die Ehe, für wahre Religion sind es Sekten – sie sind wie die Ehe. Hinduismus, Islam, Christentum, Jainismus – sie sind keine wahren Religionen. Wahre Religion hat keinen Namen, sie ist wie die Liebe. Weil aber die Liebe gefährlich ist, und du soviel Angst vor der Zukunft hast, hättest du gern Sicherheit. Du glaubst mehr an Lebensversicherungen als an das Leben. Darum habt ihr die Ehe erfunden.
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Die Ehe ist beständiger als die Liebe. Die Liebe mag ewig sein, aber sie ist nicht beständig. Sie mag immer und immer weiter gehen, aber es gibt dafür keine innere Notwendigkeit. Sie ist wie eine Blume: am Morgen aufgeblüht und am Abend verwelkt. Sie ist nicht wie ein Felsen. Die Ehe ist beständiger, du kannst dich auf sie verlassen. Im Alter ist sie hilfreich.
 
Sie ist ein Weg, Schwierigkeiten zu vermeiden, aber wenn du Schwierigkeiten und Herausforderungen vermeidest, vermeidest du Wachstum. Verheiratete wachsen nicht. Liebende wachsen, denn sie müssen sich in jedem Moment der Herausforderung stellen – und das ohne jede Sicherheit. Sie müssen innere Prozesse vollziehen. Wenn du dich sicher fühlst, brauchst du dich um innere Prozesse nicht zu kümmern, die Gesellschaft kümmert sich um dich.
 
Die Ehe ist eine formale Angelegenheit, eine legale Verpflichtung. Liebe kommt aus dem Herzen, die Ehe komm aus dem Kopf. Darum bin ich gegen die Ehe.
 
Die Ehe ist die Hölle, aber manchmal brauchen die Menschen das. Was kann man da machen? Ich muss ihnen also sagen, sie sollten heiraten. Sie müssen durch diese Hölle gehen, und sie können diese Hölle nicht verstehen, solange sie nicht hindurch gegangen sind. Ich sage nicht, dass Liebe nicht in einer Ehe wachsen kann, sie kann darin wachsen, aber es geschieht nicht notwendigerweise, es folgt nicht logischerweise."
 
Osho, The Essence of Yoga, Talk #2
 
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Eine Ehe, die auf Liebe basiert, muss notgedrungen scheitern
 
„Im Westen bricht die Ehe zusammen, weil sie auf Liebe basiert. Und eine Ehe, die auf Liebe basiert, muss notgedrungen scheitern. Es gibt dafür einen Grund: wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben, zeigen beide dem anderen ihre schöne Seite, und sie verbergen die hässliche. Wenn du dich verliebst, egal ob du ein Mann oder eine Frau bist, zeigst du dem anderen dein schönstes Gesicht – aber das ist nicht deine Realität, das ist nicht alles von dir.
 
Es ist vielleicht eine Facette deiner Persönlichkeit, vielleicht ist es noch nicht mal eine Facette deiner Persönlichkeit, vielleicht täuscht du es nur vor. Du kannst dieses falsche Gesicht ohne Probleme zeigen, wenn ihr euch manchmal am Strand trefft, manchmal im Park, manchmal im Mondschein und unter den Sternen, aber wenn ihr wirklich zusammen lebt, dann zeigt sich die Realität. Die wirkliche Person ist die Hölle, und all das süße Gerede im Mondschein wird zur Lüge.“
 
Osho, The Message Beyond Words, Talk #3
 
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Liebe kann nie eine wirklich gute Basis für die Ehe sein
 
„Was ist die Ehe heute oder, was ist sie schon immer gewesen? – Nur ein schmerzvolles Leid, ein langes Leid mit falschem Lächeln. Sie hat sich einfach als Elend erwiesen. Sie kann höchstens zweckmäßig sein.
 
Wenn ich das sage, dann meine ich nicht, dass du nicht heiratest, wenn du mehrere Menschen liebst. Soweit ich es sehen kann, heiratet ein Mensch, der mehrere lieben kann, nicht nur wegen der Liebe. Er heiratet wegen tieferer Dinge. Versteh mich bitte richtig: Wenn eine Person viele Menschen liebt, dann hat sie keinen Grund, jemanden nur aus Liebe zu heiraten – denn sie kann viele lieben ohne zu heiraten, sie hat als keinen Grund. Wir haben alle gezwungen, wegen der Liebe zu heiraten. Weil du außerhalb der Ehe nicht lieben darfst, haben wir die Liebe und die Ehe unnötig miteinander verknüpft – unnötig. Die Ehe ist für tiefere Dinge da – tiefer sogar: für Intimität, für tiefe Zusammengehörigkeit, dafür, an etwas zu arbeiten, was man allein nicht kann, was Zusammengehörigkeit braucht, tiefe Zusammengehörigkeit. Weil diese Gesellschaft nach Liebe dürstet, heiraten wir aus romantischer Liebe.
 
Liebe kann nie eine wirklich gute Basis für die Ehe sein, denn Liebe ist Spaß und ein Spiel. Wenn du jemanden aus Liebe heiratest, wirst du frustriert, denn schon bald ist der Spaß vorbei, das Neue ist vorbei, und es wird langweilig. Die Ehe ist für tiefe Freundschaft da, für tiefe Intimität. Liebe ist auch dabei, aber sie allein reicht nicht. Die Ehe ist also spirituell. Sie ist spirituell. Es gibt vieles, was du allein nicht erreichen kannst. Auch dein Wachstum braucht jemanden, der dir antwortet, jemanden, mit dem du so intim bist, dass du dich ihm oder ihr ganz öffnen kannst.“
 
Osho, The Ultimate Alchemy,  Vol. 1, Talk #6
 
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