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Zitate von Osho über Tantra

Zitate von Osho über Tantra

Tantra verwandelt normale Liebende in Seelengefährten
 
„Im Osten haben wir eine Wissenschaft entwickelt: Wenn du keinen Seelengefährten finden kannst, kannst du einen erschaffen. Und diese Wissenschaft ist Tantra. Einen Seelengefährten zu finden bedeutet, einen Menschen zu finden, mit dem sich deine sieben Chakren auf natürliche Weise treffen. Das ist unmöglich. Nur hin und wieder, ein Krishna und eine Radha, ein Shiva und eine Shakti. Und wenn das geschieht, ist es ungeheuer schön. Es ist wie ein Blitz – du kannst dich nicht darauf verlassen. Wenn du in der Bibel lesen willst, kannst du dich nicht darauf verlassen, dass du nur dann lesen willst, wenn es blitzt. Der Blitz ist ein natürliches Phänomen, aber nicht verlässlich. 
 
Wenn du darauf wartest, deinen natürlichen Seelengefährten zu treffen, ist das so, als würdest du auf einen Blitz warten, um in der Bibel zu lesen. Und dann kannst du auch nicht viel lesen. Einen Moment lang ist er da, und wenn du die Bibel geöffnet hast, ist er schon wieder verschwunden. 
 
Daher wurde Tantra erschaffen. Tantra ist ein wissenschaftliches Vorgehen. Tantra ist Alchemie, es kann deine Zentren transformieren, es kann die Zentren des anderen transformieren, es kann Rhythmus und Harmonie zwischen dir und deinem Geliebten schaffen. Das ist die Schönheit von Tantra. Es ist, als brächtest du Elektrizität in dein Haus. Du kannst sie an – und ausschalten wie du möchtest. Und du kannst sie auf tausendfache Weise benutzen, sie kann dein Zimmer kühlen, sie kann dein Zimmer heizen. Das ist ein Wunder. Die sieben Zentren in dir sind nichts als die Elektrizität deines Körpers. Wenn ich also über einen Blitz spreche, denke nicht, das wär nur als Symbol gemeint – ich meine es wörtlich. 
 
In deinem Körper gibt es einen feinen elektrischen Strom, sehr fein. Aber je feiner er ist, desto tiefer geht er. Man kann ihn kaum sehen. Die Wissenschaftler sagen, dass die Elektrizität in deinem Körper, gebündelt, eine fünf Watt Birne zum Leuchten bringt. Das ist nicht viel. Quantitativ betrachtet ist das nicht viel. Auch das Atom ist quantitativ gesehen nicht viel, aber qualitativ … Wenn es explodiert, entfesselt es ungeheure Energie. 
 
Diese sieben Zentren, diese sieben Chakren, wie sie von Yoga und Tantra über Jahrhunderte beschrieben wurden, sind nichts als fünf Knoten in dem elektrischen Strom deines Körpers. Man kann sie verändern, sie können anders gestaltet werden. Man kann ihnen eine neue Gestalt geben, eine neue Form. Zwei Geliebte können so sehr transformiert werden, dass sich all ihre sieben Zentren treffen. 
 
Tantra ist die Wissenschaft, normale Liebende in Seelengefährten zu verwandeln. Und das ist die Größe von Tantra. Es kann die ganze Welt verändern, es kann jedes Paar zu Seelengefährten machen." 
 
Osho, Philosophia Perennis, Vol. 1, Talk #8
 
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Du musst den tantrischen Geist trinken
 
„Kontrolliere dich nicht, wenn du mit jemandem schläfst. Sei unkontrolliert, chaotisch. Es wird dir Angst machen, dich erschrecken, denn es wird zu einer Art von Sterben. Und der Kopf wird nach Kontrolle rufen. Und der Kopf wird sagen: ‚Klinke dich ein und behalte die Kontrolle, sonst stehst du am Abgrund und bist verloren.' Höre nicht auf den Kopf, verlier dich. Gib dich völlig hin, und ohne Technik wirst du eine zeitlose Erfahrung machen. Es gibt keine zwei Menschen mehr, sie werden zur Einheit. Es gibt nur noch Bewusstheit, eine klare passive Bewusstheit, und du weißt, was geschieht, denn du bist völlig bewusst. Aber du bist nicht mehr da, es gibt nur noch Bewusstheit. 
 
Du musst den tantrischen Geist trinken – es ist keine Technik, die man lernen kann."
 
Osho, This Very Body the Buddha, Vol. 1, Talk #8 
 
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Was ist tantrischer Sex
 
„Tantra ist der natürliche Weg zum Göttlichen, der normale Weg zum Göttlichen. Die Sache soll so instinktiv, so ohne Gedanken werden, dass wir völlig mit der höchsten natur verschmelzen – dass die Frau verschwindet und zur Tür für das Höchste wird, dass der Mann verschwindet und zur Tür für das Höchste wird. 
 
Dies ist die tantrische Definition unserer Sexualität: die Rückkehr zur vollkommenen Unschuld, zur vollkommenen Einheit. Der größte sexuelle Rausch ist nicht die Suche nach Aufregung, sondern ein stilles Warten – völlig entspannt, völlig ohne Gedanken. Man ist Bewusstheit, nur der Bewusstheit bewusst. Man ist Bewusstheit. Man ist glücklich, ohne Inhalt. Und dann tut sich große Schönheit auf, großer Segen. 
 
Der Fragesteller fragt: 'Was ist tantrischer Sex … ein Sex, der Meditation ist, der auf bestimmten Techniken basiert?' 
 
Wenn du zu sehr auf Techniken achtest, wirst du das Geheimnis von Tantra nicht erfahren. Was auf Techniken basiert, ist Pseudotantra, denn wenn es Techniken gibt, ist das Ego mit dabei, es kontrolliert. Dann  machst du es, und  machen ist das Problem, machen bringt den Macher mit sich. Tantra soll ein Nicht-Tun sein, es kann nicht durch Techniken erfahren werden. Techniken kann man lernen, du kannst eine bestimmte Atemtechnik erlernen, damit der Beischlaf andauert. Wenn du sehr, sehr langsam atmest, wenn du ohne Eile atmest, dann kann der Beischlaf ausgedehnt werden, aber damit übst du Kontrolle aus. Er wird nicht wild sein und er wird nicht unschuldig sein, und er wird auch nicht zur Meditation. Er wird vom Kopf gesteuert – wie kann er dann Meditation sein? Der Kopf kontrolliert ihn. Du kannst noch nicht mal schnell atmen, du musst langsam atmen – wenn du langsam atmest, braucht die Ejakulation mehr Zeit, denn zur Ejakulaion muss der Atem schnell und chaotisch sein. Nun, dies ist eine Technik, aber nicht Tantra.
 
Wirkliches Tantra ist keine Technik sondern Liebe. Es ist keine Technik, sondern ein Gebet, es wird nicht vom Kopf gesteuert, sondern es entspannt in das Herz hinein. Bitte vergiss das nicht. Über Tantra sind viele Bücher geschrieben worden, sie alle reden über Techniken, aber das wirkliche Tantra hat mit Techniken nichts zu tun. Über das wirkliche Tantra kann man nichts schreiben, das wirkliche Tantra muss man trinken. Wie kann man das wirkliche Tantra trinken? Du musst deine ganze Einstellung ändern. 
 
Bete mit der Frau, sing mit der Frau, spiele mit der Frau, tanze mit der Frau, ohne einen Gedanken an Sex. Denke nicht ständig: ‚Wann gehen wir ins Bett?' Vergiss es vollkommen. Mach etwas anderes und verlier dich darin. Und eines Tages wird aus diesem Verlorengehen Liebe aufsteigen, auf einmal merkst du, dass du liebst und es nicht  machst. Es geschieht, es hat von dir Besitz ergriffen. Dann hast du deine erste tantrische Erfahrung – etwas, was größer ist als du, hat von dir Besitz ergriffen. Ihr habt zusammen getanzt, oder ihr habt zusammen gesungen, oder ihr habt zusammen gebetet, oder ihr habt zusammen meditiert, und plötzlich findet ihr euch beide in einem neuen Raum wieder. Und du weißt nicht, wann es begonnen hat, zu Liebe zu werden, du kannst dich nicht erinnern. Dann hat tantrische Energie von dir Besitz ergriffen. Und dann hast du zum ersten Mal ein Erlebnis, das nichts mit Techniken zu tun hat."   
 
Osho, This Very Body the Buddha, Talk #8
 
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Tantra vertraut dir – als Ganzes
 
„Die tantrische Vision ist eine der größten Visionen, von der der Mensch je geträumt hat: eine Religion ohne Priester, eine Religion ohne Tempel, eine Religion ohne eine Organisation, eine Religion, die nicht das Individuum zerstört, die jedoch Individualität ungemein achtet, eine Religion, die dem Menschen vertraut. Und dieses Vertrauen geht sehr tief. Tantra vertraut deinem Körper – keine andere Religion vertraut deinem Körper. Und wenn Religionen kein Vertrauen in deinen Körper haben, erzeugen sie eine Spaltung zwischen dir und deinem Körper. Sie machen deinen Körper zum Feind, sie zerstören die Weisheit des Körpers. 
Tantra vertraut deinem Körper. Tantra vertraut deinen Sinnen, Tantra vertraut deiner Energie, Tantra vertraut dir – als Ganzes. Tantra verleugnet nichts, es transformiert alles. 
Wie erlangt man die tantrische Vision? Dies ist die Landkarte, dich anzuregen, dich nach innen zu führen und dich darüber hinaus zu führen. 
 
Der Körper ist deine Basis, deine Grundlage, du bist in ihm geerdet. Dich zum Gegner deines Körpers zu machen, heißt dich zu zerstören, heißt dich schizophren zu machen, heißt dich schlecht zu machen, heißt dir die Hölle zu bereiten. Du bist dein Körper. Natürlich bist du mehr als dein Körper, aber das 'Mehr' kommt später. Zuerst bist du dein Körper. Dein Körper ist deine grundlegende Wahrheit, sei darum niemals gegen deinen Körper. Wenn immer du gegen deinen Körper bist, bist du gegen Gott. Wenn immer du respektlos gegen deinen Körper bist, bist du respektlos gegenüber Gott. Wenn immer du respektlos gegen deinen Körper bist, verlierst du den Kontakt zur Realität, denn dein Körper ist dein Kontakt, dein Körper ist deine Brücke. Dein Körper ist dein Tempel. 
 
Tantra lehrt Achtung vor dem Körper, Liebe, Respekt für den Körper, Dankbarkeit für den Körper. Der Körper ist fantastisch, er ist das größte aller Geheimnisse." 
 
Osho, Tantric Transformation, Talk #7
 
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Tantra sagt, befreie als erstes deinen Körper
 
„Tantra sagt, befreie als erstes deinen Körper – befreie ihn von jeder Unterdrückung. Erlaube deiner Körperenergie zu fließen, löse alle Blockaden auf. Es ist sehr schwer, einer Person zu begegnen, die keine Blockaden hat, es ist sehr schwer, einer Person zu begegnen, die nicht verspannt ist. Lockere diese Spannung, diese Spannung blockiert deine Energie, deine Energie kann mit dieser Verspannung nicht fließen.
 
Warum ist jeder so verspannt? Warum kannst du dich nicht entspannen? Hast du je eine Katze schlafen sehen, am Nachmittag vor sich hin dösen? Wie entspannt die Katze ist, so einfach und so schön. Kannst du dich nicht genau so entspannen? Du wälzt dich in deinem Bett, du kannst dich nicht entspannen. Und die Schönheit der Katze ist, sie ist völlig entspannt und doch vollkommen wachsam. Die kleinste Bewegung im Raum und sie öffnet die Augen, sie springt auf und ist bereit. Sie schläft nicht einfach. Das sollte der Mensch wieder lernen, wie eine Katze zu schlafen, er hat es vergessen. 
 
Tantra sagt: lerne von den Katzen – wie sie schlafen, wie sie entspannen, wie sie ohne Verspannungen leben. Und die ganze Tierwelt lebt auf eine entspannte Weise. Der Mensch muss das lernen, denn der Mensch ist falsch konditioniert worden, der Mensch ist falsch programmiert worden." 
 
Osho, Tantric Transformation, Talk #7
 
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Tantra ist keine Philosophie
 
„Tantra ist keine Philosophie, Tantra ist absolut existentiell. Und vergiss nicht, wenn ich sage Tantra ist existentiell, dann meine ich nicht den Existentialismus von Sartre, Camus, Marcel und anderen. Dieser Existentialismus ist wieder eine Philosophie, eine Philosophie der Existenz, aber nicht im Sinne von Tantra. Und der Unterschied ist gewaltig. 
 
Die Existenzphilosophen im Westen sind nur über Negatives gestolpert: Verzweiflung, Angst, Depression, Traurigkeit, Sorge, Hoffnungslosigkeit, Bedeutungslosigkeit, Nutzlosigkeit – all das Negative. Tantra ist über alles gestolpert, was schön ist, erfreulich, beglückend. Tantra sagt: Die Existenz ist ein Orgasmus, ein ewiger Orgasmus, der weiter und weiter und weiter geht. Sie ist immer und immer Orgasmus, Ekstase.  
 
Sie bewegen sich wohl in verschiedene Richtungen. Sartre denkt ständig über die Existenz nach. Tantra sagt: Denken ist nicht die Tür. Es führt nirgends hin, es ist eine Sackgasse, es führt dich nur in eine Sackgasse. Philosophie ist großartig – wenn du nur herumspielst, ist Philosophie großartig, du kannst aus Maulwurfshügeln Berge machen und du kannst dich an dem Trip erfreuen. 
 
Philosophie hat sich als die nutzloseste aller Mühen erwiesen … aber die Menschen machen damit weiter, wohlwissend dass sie nie etwas hervorbringt. Warum? Sie verspricht weiterhin etwas, aber bringt nie etwas hervor. Warum müht sich der Mensch dann weiter damit? Sie ist billig. Sie verlangt keine Beteiligung, keine Hingabe. Du kannst in deinem Stuhl sitzen und immer nur denken. Sie ist ein Traum. Sie verlangt von dir nicht, dich zu verändern, damit du die Realität erkennst. 
 
Dazu brauchst du Mut, Mut zum Abenteuer. Wenn du die Wahrheit kennen lernen willst, bewegst du dich in das größte Abenteuer, das es gibt. Vielleicht gehst du verloren, wer weiß? Vielleicht kommst du nie zurück, wer weiß? Oder du kommst völlig verändert zurück, und wer weiß ob es zum Guten oder zum Schlechten sein wird?" 
 
Osho, Tantric Transformation, Talk #9
 
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Saraha ist der Begründer von Tantra
 
„Saraha wurde ungefähr zweihundert Jahre nach Buddha geboren, er gehörte zur direkten Linie eines anderen Zweiges. Ein Zweig geht von Mahakashyapa zu Bodhidharma, und Zen wurde geboren – und dieser Zweig ist immer noch voller Blüten.
 
Ein anderer Zweig geht von Buddha zu seinem Sohn Rahul Bhadra, und von Rahul Bhadra zu Sri Kirti, und von Sri Kirti zu Saraha, und von Saraha zu Nagarjuna – das ist der Tantra-Zweig. Er trägt noch Früchte in Tibet. Tantra hat Tibet umgewandelt, und Saraha ist der Gründer von Tantra, so wie Bodhidharma der Gründer von Zen ist. Bodhidharma hat China erobert, Korea, Japan, Saraha hat Tibet erobert. Die Gesänge von Saraha sind von großer Schönheit. Sie sind die Grundlage von Tantra. 
 
Ihr müsst zunächst die Einstellung von Tantra dem Leben gegenüber verstehen, die tantrische Sichtweise des Lebens. Das Wesentlichste an Tantra ist dies – und das ist sehr radikal, revolutionär, rebellisch – die grundsätzliche Sichtweise von Tantra ist, dass die Welt nicht zweigeteilt ist in höher und niedriger, sondern dass die Welt ein Ganzes ist. Das Höhere und das Niedere halten sich bei den Händen. Das Höhere schließt das Niedere ein, und das Niedere schließt das Höhere ein.
 
Das Höhere ist im Niederen verborgen – also sollte man das Niedere nicht verleugnen, man sollte es nicht verdammen, man sollte es nicht zerstören oder töten. Das Niedere muss transformiert werden. Dem Niederen muss erlaubt werden, sich höher zu entwickeln … und das Niedere wird zum Höheren. Es gibt keine unüberbrückbare Kluft zwischen dem Teufel und Gott: der Teufel trägt Gott tief in seinem Herzen. Wenn dieses Herz einmal anfängt zu schlagen, wird der Teufel zu Gott. 
 
Das ist der Grund dafür, dass die Wurzeln für das englische Wort devil – Teufel – dasselbe bedeuten wie  divine – das Göttliche. Das Wort  devil kommt von  divine, es ist das Göttliche, das sich noch nicht entwickelt hat, das ist alles."
 
Osho, The Tantra Experience, Talk #1
 
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Samadhi und Sex sind Ausdruck derselben Energie
 
„Tao hat sein eigenes Tantra. Das erste ist: Tao teilt nie in Niederes und Höheres auf, das ist seine Schönheit. In dem Moment, in dem du die Wirklichkeit in Niederes und Höheres aufteilst, wirst du schizophren. In dem Moment, in dem du etwas als heilig und etwas anderes als weltlich bezeichnest, hast du zerteilt. In dem Moment, in dem du etwas als materiell und etwas anderes als spirituell bezeichnest, hast du zerteilst, du hast die Wirklichkeit gespalten.
 
Die Wirklichkeit ist ein Ganzes. Es gibt weder Materie noch das Spirituelle. Die Wirklichkeit ist ein Ganzes. Sie drückt sich in vielen Formen aus, auf einer Ebene als Materie, auf einer anderen Ebene spirituell. Das Spirituelle ist nicht höher und das Materielle ist nicht niedriger – sie stehen auf derselben Stufe. Das ist die Einstellung von Tao. Das Leben ist ein Ganzes. Die Existenz ist ein Ganzes. Sie ist eine ungeheure Einheit, ohne Bewertung. 
 
Das erste in Tao ist, Dualitäten fallen zu lassen. Sex ist nicht niedriger und Samadhi ist nicht höher, Samadhi und Sex sind Ausdruck derselben Energie. Man braucht Samadhi nicht zu rühmen und Sex nicht zu verdammen. Die Akzeptanz von Tao ist total, absolut. Nichts ist falsch an dem Körper und nichts ist schön nur am Spirituellen – beide sind schön. Teufel und Gott sind in Tao eins, Himmel und Hölle sind in Tao eins, gut und böse sind in Tao eins – es ist das größte nicht-duale Verständnis. Es wird nichts verdammt und es wird sich nicht vorbereitet. Vorbereitet auf was? Man kann einfach entspannen und sein."
 
Osho, Tao: The Pathless Path, Vol. 2, Talk #4
 
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Vom Sex zu Tantra: eine große Revolution
 
„Eins darf man nicht vergessen: wenn du nicht sehr bewusst bist, magst du glauben, dass du dich auf Tantra zubewegst, aber es kann sein, dass du schlicht und einfach deine Sexualität rationalisierst – es kann sein, dass es nichts als Sex ist, als Tantra rationalisierst. Wenn du Sex mit Bewusstheit vollziehst, kann es zu Tantra werden. Wenn du ohne Bewusstheit Tantra vollziehst, kann es abfallen und zu gewöhnlichem Sex werden. Das ist in Indien geschehen – denn Indien hat es versucht. 
 
Alle tantrischen Schulen in Indien waren früher oder später auf Sexorgien reduziert. Es ist sehr schwierig, bewusst zu bleiben … es ist beinahe unmöglich, bewusst zu bleiben. Wenn die Disziplin von Anfang an nicht sehr tief in dich eingedrungen ist, ist es sehr leicht möglich, dass du dich betrügst. Die tantrischen Schulen entstanden in Indien mit sehr viel Energie, mit großer Einsicht. Und sie hatten etwas – denn das sechste Center ist das letze, das für den Menschen möglich ist, das siebte ist übermenschlich, das siebte ist göttlich. Das sechste ist das spirituelle Center. 
 
Vom Sex zu Tantra: eine große Revolution, eine Mutation ist im Menschen möglich. Und im Osten wurden die Leute darauf aufmerksam, dass sich die Qualität von Sex verändert, wenn du dabei meditativ bist – etwas Neues kommt zu dir, es wird tantrisch, es wird zum Gebet, es wird zur Meditation … es wird Samadhi."
 
Osho, The Divine Melody, Talk #6
 
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Tantra nutzt Sex, um darüber hinaus zu gehen
 
„Tantra nutzt Sex, um darüber hinaus zu gehen, aber es nutzt ihn. Sex wird zum Werkzeug. Die Bauls sagen, das ist nicht sehr respektvoll: 'Wie könnt ihr eine Energie benutzen? Wie könnt ihr eine Energie als Mittel benutzen?' Sie benutzen Sex nicht als Mittel, sie erfreuen sich an ihm, sie genießen ihn. Sie machen ihn zur Andacht, aber ohne Techniken. Er ist ohne Techniken. Sie lieben ihn, und durch Liebe geschieht die Transformation von selbst. 
 
In Tantra solltest du ohne Anhaftung bleiben. Selbst wenn Sex als Mittel zum Samadhi genutzt wird, solltest du im Sex ohne Anhaftung bleiben, völlig neutral, wie ein Beobachter, ein Zeuge, gerade so wie ein Wissenschaftler, der in seinem Labor arbeitet. Tatsächlich sagen die Tantriker, dass du Tantratechniken nicht mit der Frau praktizieren kannst, die du liebst, denn die Liebe wird dabei stören. Du bist zu sehr verhaftet. Du bist nicht in der Lage, Abstand zu wahren und draußen zu bleiben. Also finden Tatnriker Frauen, die sie nicht lieben, damit die Einstellung die eines vollkommenen Beobachters bleiben kann." 
 
Osho, The Beloved, Vol. 1, Talk #1
 
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Für Tantra ist leicht richtig
 
„Tantra ist der natürliche Weg, das Freie und das Natürliche sind das Ziel. Du brauchst nicht mit dem Fluss zu kämpfen, bewege dich einfach mit ihm, fließe mit ihm. Der Fluss fließt zum Meer, warum also kämpfen? Bewege dich mit dem Fluss, werde eins mit dem Fluss, gib dich ihm hin. Hingabe ist das Schlüsselwort für Tantra, Wille ist das Schlüsselwort für Yoga. Yoga ist der Weg des Willens, Tantra ist der Weg der Hingabe. 
 
Darum ist Tantra der Pfad der Liebe – Liebe ist Hingabe. Das ist das erste, was man verstehen muss, dann werden Tilopas Worte sehr, sehr klar. Das Wesentliche an Tantra muss verstanden werden – die vertikale Dimension, die Dimension der Hingabe, nicht zu kämpfen, frei zu sein und natürlich, entspannt – was Chung Tzu "Leicht ist richtig" nennt. Mit Yoga ist schwierig richtig, mit Tantra ist leicht richtig. 
 
Entspanne dich und sei locker, es gibt keine Eile. Das Ganze selbst nimmt dich von sich aus mit. Du brauchst keine eigenen Anstrengungen zu unternehmen, du musst nicht vor deiner Zeit ankommen, du wirst ankommen, wenn die Zeit reif ist – warte einfach ab. Das Ganze ist in Bewegung, warum bist du in Eile? Warum willst du vor anderen ankommen?"   
 
Osho, Tantra: The Supreme Understanding, Talk #6
 
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Sexuelle Energie ist nichts als göttliche Energie
 
„Das Christentum versteht Sex nur als einen Fall, und für Tantra ist Sex die richtige Antwort. Das Christentum und Tantra sind diametral entgegengesetzt. Nicht nur das Christentum, der Jainismus und viele andere Religionen sind auch gegen Sex. Sie haben einen Grund dafür. Der Grund ist, dass Sex eine Möglichkeit von fünfzig Prozent in sich trägt, zu einem Fall zu werden. Er ist gefährlich. 
 
Versuche also, auf einem anderen Weg zu reisen, auf dem diese fünfzig Prozent nicht möglich sind. Und mathematisch betrachtet sind es fünfzig Prozent. Genau genommen sind es neunzig Prozent, denn Sex hat eine solche Anziehung und Sex ist eine solch unbewusste Kraft, dass es schwer ist, achtsam zu bleiben, meditativ. Wenn du mit ihm experimentierst, wirst du unbewusst. Und wenn du im Orgasmus unbewusst wirst, führt dich das nirgendwo hin.
 
Die Möglichkeit, dass du durch Sex fallen wirst, beträgt neunundneunzig Prozent. Die Möglichkeit, aufzusteigen beträgt nur einen Prozent. Aber Tantra sagt, dass dieser Prozentsatz zu fallen durch richtige Techniken verringert werden kann, und Mann und Frau können darin geübt werden. Dann wird es zur Kunst, miteinander zu schlafen – zur größten Kunst. Und wenn du die Kunst kennengelernt hast, dann näherst du dich ihr sehr vorsichtig, sehr behutsam. Und dann ist es nicht nur eine zeitweilige Erleichterung, eine Entlastung. Es wird zur heiligen Andacht.
 
Sex kann dir die Antwort geben, und wenn du zu intellektuell geworden bist, dann kann nur Sex dir die Antwort geben. Wenn du zu sehr in deinem Kopf steckst, solltest du ins andere Extrem fallen. Nur dann treffen sich die beiden Pole in dir und du wirst zu einer Einheit …
 
Durch tiefe sexuelle Erfahrung, meditative sexuelle Erfahrung, wirst du erkennen, dass diese sexuelle Energie nichts als göttliche Energie ist. Dann wird Sex zu Samadhi." 
 
Osho, The Supreme Doctrine, Talk #14
 
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Tantra ist keine Religion
 
„Tantra ist keine Religion, denn eine Religion bedeutet im Wesentlichen: Für das Göttliche, gegen das Animalische – jede Religion schafft auf diese Weise Teil eines Konflikts. Tantra ist keine Kampftechnik, es ist eine Technik zur Transformation. Es kämpft nicht mit dem Tier, es ist nicht für das Heilige, es ist gegen jeden Dualismus. Es ist nicht für oder gegen etwas. Es erschafft einfach eine dritte Kraft in dir, ein drittes Zentrum, wo du weder ein Tier noch ein Heiliger bist. In Tantra ist dieser dritte Punkt  Advaita, dieser dritte Punkt ist Nicht-Dualität. 
Tantra sagt, du kannst die Einheit nicht erreichen, wenn du mit der Dualität kämpfst. Du kannst einen nicht-dualen Punkt nicht erreichen, wenn du eine Seite im Kampf der Dualitäten wählst. Wenn du wählst, wirst du die Einheit nicht erlangen, nur durch unvoreingenommenes Zeuge-Sein. 
 
Dies ist grundlegend für Tantra, und deswegen wurde Tantra nie richtig verstanden. Es hat unter langen, Jahrhunderte alten Missverständnissen gelitten, denn, wenn Tantra sagt, es ist nicht gegen das Animalische, denkst du sofort, Tantra ist gegen das Göttliche. 
 
In Wahrheit ist Tantra für unvoreingenommenes Beobachten. Sei nicht mit dem Tier, sei nicht mit dem Heiligen identifiziert, und schaffe keinen Konflikt. Tritt ein wenig zurück, geh ein wenig zur Seite, lege einen Abstand zwischen dich und diese Dualität, und werde zur dritten Kraft, zum Beobachter, von dort aus kannst du das Tier und den Heiligen sehen."   
 
Osho, The Book of Secrets, Talk #59
 
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Tantra sagt, Sex ist Sex
 
„Es gibt Lehren, die basieren auf dem Zölibat – Brahmacharya. Sie sagen, Brahmacharya ist gut, Sex ist schlecht. Tantra sagt, Sex ist Sex,  Brahmacharya ist  Brahmacharya. Das eine ist  Brahmacharya, das andere nicht. Das sind einfach Fakten, es ist damit kein Werturteil verbunden. Und Tantra wird nie sagen, dass  Brahmacharya gut ist – dass das Zölibat gut ist – und dass derjenige, der Sex hat, schlecht ist. Tantra wird das nicht sagen. Tantra akzeptiert die Dinge wie sie sind. Und warum? Einfach um eine Einheit in dir schaffen. 
 
Es ist eine Methode, eine Einheit in dir zu schaffen, innen heil zu sein, ungeteilt, ohne Konflikt, nicht antagonistisch. Nur dann ist Stille möglich. Jemand, der gegen etwas anrennt, kann keinen Frieden in sich haben. Wie könnte er? Und jemand, der in sich gespalten ist, der mit sich selbst kämpft, wie kann der gewinnen? Das ist unmöglich. Beides bist du, wer gewinnt also? Niemand gewinnt, und du verlierst, denn du verschwendest deine Energie unnötig damit, zu kämpfen." 
 
Osho, The Book of Secrets, Talk #41
 
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Tantra beginnt am Anfang
 
„Tantra sagt, Sex geht sehr tief, denn er ist Leben. Aber du kannst aus falschen Gründen an Tantra interessiert sein. Interessiere dich nicht aus falschen Gründen für Tantra, dann wirst du nicht das Gefühl haben, dass Tantra gefährlich ist, dann transformiert Tantra das Leben … 
 
Es wurde gefragt: 'Was ist das zentrale Anliegen von Tantra?' Die Antwort bist du! Du bist das zentrale Anliegen von Tantra: Was du genau in diesem Moment bist und dass das, was in dir verborgen ist, wachsen kannst, was du bist und was du sein kannst. Im Moment bist du ein sexuelles Wesen, und solange du dieses sexuelle Wesen nicht ganz verstanden hast, kannst du nicht spirituell werden, kannst du kein spirituelles Wesen werden. Sexualität und Spiritualität sind zwei Pole ein und derselben Energie. 
Tantra beginnt mit dir, so wie du bist, Yoga beginnt mit deinen Möglichkeiten. Yoga beginnt mit dem Ende, Tantra beginnt am Anfang. Und es ist gut, am Anfang zu beginnen. Es ist immer gut am Anfang zu beginnen, denn wenn das Ende zum Anfang gemacht wird, dann schaffst du dir unnötig Unglück. Du bist nicht das Ende – nicht das Ideal. Du sollst zu Gott werden, zu einem Ideal, und du bist einfach ein Tier. Und dieses Tier dreht durch wegen des Ideales von Gott, es wird verrückt, es wird wahnsinnig. 
 
Tantra sagt, vergiss Gott. Wenn du ein Tier bist, dann versteh dieses Tier in allem. In diesem Verstehen wird das Göttliche wachsen. Und wenn es nicht durch dieses Verstehen wächst, dann vergiss es, dann wächst es nie. Ideale können deine Möglichkeiten nicht hervorbringen, nur das Wissen um das Reale hilft. Du bist also das zentrale Anliegen von Tantra, so, wie du bist und so, wie du werden kannst, dein aktuelles Sein und dein mögliches Sein – das sind die zentralen Anliegen." 
 
Osho, The Book of Secrets, Talk #32
 
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Tantra sagt, kenne deinen Körper
 
„Die Traditionen, die gegen Sex sind, sind auch gegen den Körper. Die Traditionen, die nicht gegen Sex sind, können dem Körper nur freundlich gesinnt sein. Tantra ist vollkommen freundlich gesinnt, und Tantra sagt, dass der Körper heilig ist, sakral. Für Tantra ist es ein Sakrileg, den Körper zu verachten. Für Tantra ist es Unsinn zu sagen, der Körper sei unrein oder der Körper sei sündig – das ist eine vergiftete Lehre. Tantra nimmt den Körper an – nicht nur nimmt es ihn an, es sagt, dass der Körper heilig ist, rein, unschuldig. Du kannst ihn benutzen und du kannst ihn als Trittbrett benutzen, als Medium, über ihn hinaus zu gehen. Er hilft dir sogar, über ihn selbst hinaus zu gehen. 
 
Aber wenn du anfängst, mit dem Körper zu kämpfen, bist du verloren. Wenn du anfängst, mit ihm zu kämpfen, wirst du krank und kränker. Und wenn du weiter mit ihm kämpfst, verpasst du eine Gelegenheit. Zu kämpfen ist negativ, Tantra ist eine positive Transformation. Kämpfe nicht mit ihm – das ist nicht nötig. Es ist, als säßest du in einem Auto und fingest an, mit dem Auto zu kämpfen. Dann kommst du nicht vorwärts, denn du kämpfst mit dem Fahrzeug, das benutzt werden soll und nicht bekämpft. Und du wirst das Fahrzeug durch dein Kämpfen zerstören, und es wird immer schwieriger, dich vorwärts zu bewegen.
 
Der Körper ist ein wunderbares Fahrzeug – sehr geheimnisvoll, sehr komplex. Benutze ihn, kämpfe nicht gegen ihn. Hilf ihm. Wenn du gegen ihn bist, bist du gegen dich selbst. Es ist so, als wolle ein Mensch irgendwohin gelangen aber kämpfe mit seinen eigenen Beinen und schneide sie ab.
 
Tantra sagt, kenne deinen Körper und kenne seine Geheimnisse. Kenne seine Energien und wisse, wie man diese Energien transformiert – wie sie bewegt werden können und wie sie in verschiedene Richtungen gelenkt werden können. 
 
Nimm zum Beispiel Sex, die grundlegende Energie im Körper. Gewöhnlich wird Sex nur zur Reproduktion genutzt. Ein Körper erzeugt einen anderen Körper, und so geht es weiter. Der biologische Nutzen der sexuellen Energie liegt nur in der Reproduktion. Aber das ist nur einer der Nutzen, und der niedrigste. Das ist nicht als Aburteilung gemeint, aber es ist der niedrigste.
 
Dieselbe Energie kann auch auf andere Weise kreativ sein. Reproduktion ist ein elementarer kreativer Akt – du erschaffst etwas. Darum empfindet die Frau ein feines Wohlgefühl, wenn sie Mutter wird: Sie hat etwas erschaffen …
 
Tantra verurteilt nichts, es stellt nur geheime Techniken zur Transformation bereit. Darum spricht Tantra so viel über den Körper – es ist nötig. Der Körper muss verstanden werden, und du kannst nur da anfangen, wo du bist." 
 
Osho, The Book of Secrets, Talk #20
 
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Tantra nimmt alles an
 
"Tantra nimmt alles an. Alles, was ist, wird aus ganzem Herzen angenommen. Darum konnte Tantra Sex vollkommen annehmen. Fünftausend Jahre lang war Tantra die einzige Tradition, die Sex ganz angenommen hat, die einzige auf der ganzen Welt. Warum? Weil Sex der Punkt ist, an dem du stehst, und alle Bewegung geht von dem Punkt aus, an dem du stehst.
 
Du bist in deinem Sexzentrum, deine Energie ist in deinem Sexzentrum. Und von diesem Punkt aus muss sie sich nach oben bewegen, weit darüber hinaus. Wenn du dieses Zentrum zurückweist, dann kannst du dich immer selbst damit betrügen, du würdest dich vorwärts bewegen, aber du kannst dich nicht vorwärts bewegen. Dann weist du den einzigen Punkt zurück, von dem aus Bewegung möglich ist. Tantra nimmt also den Körper an, nimmt Sex an, nimmt alles an. Und Tantra sagt, Weisheit nimmt alles an und transformiert es, nur Dummheit reagiert mit Ablehnung. Nur Dummheit reagiert mit Ablehnung – Weisheit nimmt alles an. Selbst Gift kann zu Medizin werden, aber nur durch Weisheit. 
 
Der Körper kann zu einem Vehikel werden für das, was jenseits des Körpers liegt, und sexuelle Energie kann zur spirituellen Kraft werden." 
 
Osho, The Book of Secrets, Talk #20
 
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Tantra sagt, nimm dich an wie du bist
 
„Tantra sagt, nimm dich an wie du bist. Du bist ein großes Mysterium aus vielen mehrdimensionalen Energien. Nimm das an, und folge jeder Energie mit viel Sensibilität, mit Bewusstheit, mit Liebe, mit Verständnis. Bewege dich mit ihr! Dann wird jeder Wunsch zu einem Trittbrett, über ihn hinaus zu gehen. Dann wird jede Energie zu einer Hilfe. Und dann ist diese Welt das Nirwana, dann ist dieser Körper ein Tempel – ein heiliger Tempel, ein heiliger Platz. 
 
Yoga ist Verneinung, Tantra ist Bejahung. Yoga denkt in Dualitäten – daher das Wort Yoga. Es bedeutet: Zwei Dinge zusammenfügen, zwei Dinge vereinigen. Aber es gibt zwei Dinge, es gibt eine Dualität. Tantra sagt, es gibt keine Dualität. Wenn es eine Dualität gibt, dann kannst du sie nicht zusammenfügen. Wie sehr du es auch versuchst, es bleiben zwei Dinge. Wie sehr du sie vereinen willst, es bleiben zwei, und der Kampf geht weiter, die Dualität bleibt bestehen. 
 
Wenn das Weltliche und das Göttliche zwei verschiedene Dinge sind, dann kann man sie nicht zusammenfügen. Wenn es in Wirklichkeit nicht zwei sind, wenn sie nur als zwei erscheinen, nur dann können sie eins werden. Wenn dein Körper und deine Seele zwei verschiedene Dinge sind, dann kann man sie nicht zusammenfügen. Wenn du und Gott zwei verschiedene Dinge sind, dann gibt es keine Möglichkeit, sie zusammenzufügen. Es werden zwei bleiben. 
 
Tantra sagt, es gibt keine Dualität, es erscheint nur so. Warum sollte man eine bloße Erscheinung unterstützen? Tantra fragt, warum sollte man helfen, diese Erscheinung zu verstärken? Löse sie in diesem Moment auf! Sei eins! Du wirst eins, indem du dich annimmst, nicht indem du gegen dich kämpfst. Nimm die Welt an, nimm deinen Körper an, nimm alles an, was zu ihm gehört. Erschaffe keinen zweiten Kern in dir, für Tantra ist dieser zweite Kern nichts als das Ego. Erschaffe kein Ego. Sei dir einfach dessen bewusst, was du bist. Wenn du damit kämpfst, ist das Ego da."   
 
Osho, The Book of Secrets, Talk #2
 
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