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OSHO Times Body Dharma Jenseits der Herden-Mentalität

Jenseits der Herden-Mentalität

Der dritte Körper ist größer als der zweite, feinstofflicher als der zweite, höher als der zweite.

Tiere haben zwar den zweiten aber nicht den dritten Körper. Tiere sind so vital. Seht nur, wie ein Löwe geht. Welche Schönheit, welche Anmut, welche Großartigkeit! Der Mensch war immer neidisch auf ihn. Seht, wie ein Reh läuft – welch eine Schwerelosigkeit, welch eine Energie, was für ein großartiges Energiephänomen! Aber die Energie des Menschen steigt höher!

Der dritte Körper, manumaya kosha, ist der Mentalkörper. Er ist größer, weiter als der zweite. Und wenn du nicht wächst, dann bleibst du nur ein potentieller Mensch aber kein wirklicher Mensch. Die mentale Energie macht euch zu Menschen, aber sie fehlt mehr oder weniger. Statt dessen habt ihr nur einen konditionierten Mechanismus. Ihr lebt durch Nachahmung: Es fehlt euch die spontane mentale Energie.

Erst wenn ihr anfangt auf eigenen Beinen zu stehen, spontan auf die Anforderungen eures Lebens einzugehen, wenn ihr Verantwortung übernehmt, beginnt sich euer manumaya kosha zu bilden, erst dann entfaltet sich der mentale Körper.

Werde zusehends lebendiger, authentischer, spontaner – selbst auf die Gefahr hin, dass du vielleicht in die Irre gehen könntest, dann geh in die Irre! Wenn du eine zu große Angst davor hast, dich zu irren, ist jedes Wachstum ausgeschlossen. Irren ist gut. Fehler sind nicht zu vermeiden. Leute, die zu viel Angst haben, Fehler zu machen, wachsen auch nicht. Sie bleiben auf ihren Plätzen hängen, zu ängstlich, um sich zu bewegen. Sie sind nicht lebendig.

Der Geist wächst, wenn ihr euch dem Leben stellt, ihm auf eure eigene Weise begegnet, wenn ihr versucht, seine Herausforderungen aus eurer eigenen Energie heraus zu meistern. Bittet nicht immerzu um einen guten Rat. Nehmt die Zügel eures Lebens in eure eigenen Hände. Das meine ich, wenn ich euch auffordere, eure eigene Sache zu machen. Ihr werdet Probleme bekommen – es ist sicherer anderen zu folgen, es ist bequem der Gesellschaft zu folgen, sich an die Routine, die Tradition, die heilige Schrift zu halten. Das ist ganz einfach, denn alle anderen machen es so: Du brauchst nur ein toter Teil der Herde zu werden, du brauchst nur mit der Masse mit zu laufen, ganz gleich, wohin sie geht. Es ist ja nicht deine Verantwortung!

Aber dein Mentalkörper, dein manumaya kosha, wird furchtbar, ja entsetzlich leiden: Er wird sich nicht entfalten. Du wirst ohne einen eigenen Geist dastehen und damit wirst du dir etwas sehr, sehr Schönes entgehen lassen und zudem etwas, das dir als Brücke zu weiterem Wachstum dient.

Denke immer daran: Du kannst alles, was ich sage, auf zweierlei Art nehmen. Du kannst es einfach auf Grund meiner Autorität annehmen. Osho sagt das, also muss es wahr sein. Dann wirst du leiden, denn du wirst nicht wachsen. Höre alles was ich sage, versuche es zu verstehen, nimm es in dein Leben auf, sieh zu, ob es funktioniert, und dann komme zu deiner eigenen Schlussfolgerung. Vielleicht kommst du zum gleichen Ergebnis, vielleicht auch nicht. Es kann niemals genau das gleiche sein, weil du eine andere Persönlichkeit hast, ein einzigartiges Sein. Was immer ich sage, ist meins. Es muss auf tiefe Weise in mir verwurzelt sein. Du kommst vielleicht zu ähnlichen Ergebnissen, aber es können nicht genau die gleichen sein. Du solltest meine Schlussfolgerungen also nicht zu den deinen machen.

Du solltest versuchen, mich zu verstehen, du solltest versuchen zu lernen, doch versuche nicht bei mir Wissen, Ergebnisse zu sammeln. Nur dann kann dein Mentalkörper wachsen.

...Sobald du über den Mentalkörper hinaus bist, wird dir erstmals bewusst, dass du nicht dein Verstand, sondern der Zeuge bist. Innerhalb des Verstandes bleibst du mit ihm identifiziert. Sobald du aber deine Gedanken, Vorstellungen, Ideen als bloße Objekte erkannt hast – wie Wolken, die durch dein Bewusstsein ziehen, hast du Abstand von ihnen – augenblicklich.

Nun bist du jenseits vom Körper. Mahavideha heißt: Einer, der jenseits vom Körper ist, einer, der auf seinen Körper nicht beschränkt ist, einer, der weiß, dass er nicht sein Körper ist, weder grobstofflich noch feinstofflich, einer, der weiß, dass er unendlich ist, ohne Grenzen. Mahavideha heißt: Einer, der genau spürt, dass er keine Grenzen hat. Alle Grenzen sind Einschränkungen, Gefängnisse und er kann sie niederreißen, sie fallen lassen und eins werden mit dem unendlichen Himmel.
 

Osho, Yoga The Alpha & Omega