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Lachen

Ich habe von einem amerikanischen Sucher gehört. Er war ein superreicher Mann, und da er alles hatte, hing ihm alles zum Halse heraus. Je mehr man hat, desto mehr wird man gewahr, dass es einen nicht befriedigen wird. Der Arme befindet sich da in einer besseren psychischen Verfassung, denn er hat Hoffnung, dass er morgen ein besseres Haus, einen besseren Job, mehr Gehalt, ein besseres Auto haben wird. Es gibt Millionen von Hoffnungen, wohin er auch schaut – die sich nie erfüllen werden. Und es ist gut, dass sie sich nicht erfüllen werden.

Der Superreiche findet sich in einer sehr seltsamen Lage: Alle Hoffnungen haben sich erfüllt, und seine Hände sind leer, sein Dasein ist leer, nichts ist gefunden worden. Das Leben hat ihn betrogen. Diese Hoffnungen haben sich alle als Fata Morgana erwiesen.

Der Mann brach also auf, um nach einem weisen Mann zu suchen, der ihm den Weg zeigen kann, wie er die wirkliche, die höchste, die absolute Wahrheit finden könne. Und er reiste um die Welt und suchte bis zur Erschöpfung. Er kam in dies Land und jemand erzählte ihm: „In den Ebenen wirst du einen solchen Weisen nicht finden. Du wirst in den Himalaja gehen müssen. Wir haben gehört, dass es dort einen alten Mann gibt, niemand weiß, wie alt – steinalt. Wenn du ihn finden kannst, wird sich deine Suche vielleicht erfüllen.“

Der Mann war unbeugsam, hartnäckig. Die Reise war hart, beschwerlich, aber er schaffte es. Zerrissen, ermüdet, gelangte er irgendwie hin, und er sah den Alten unter einem Baum sitzen, auf allen Seiten umgeben vom ewigen Schnee. Er war so müde, dass er nicht einmal gehen konnte. Er musste auf allen Vieren auf den Alten zukriechen, warf sich ihm zu Füßen und sagte: „Ich habe dich doch gefunden. Man hat mir gesagt, es sei sehr schwer, herzufinden – es war schwerer, als ich dachte. Aber Gott ist gnädig. Sag mir also, wie ich Frieden, Freude, Weisheit finden kann.“ Der alte Mann sah ihn an und sagte: „Erst das Wichtigste: Hast du amerikanische Zigaretten dabei?“
 

Osho, Auszug aus: The New Dawn