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Lachen

Ein Bauer hat einen Papagei, der immer „Heil Hitler!“ schreit. Eines Tages hat der Bauer den Papagei satt und sperrt ihn in den Hühnerstall. Der Hahn geht auf den Papagei zu und fragt: „Sag mal, wieso hat dich der Bauer hier eingesperrt?“ Der Papagei schweigt. „Ich gebe dir vier von meinen Hühnern, wenn du es mir sagst“, fährt der Hahn fort, aber der Papagei bleibt still. „Hör zu, wenn du es mir erzählst, warum er dich hier eingesperrt hat, gebe ich dir zehn von meinen Hühnern.“ Der Papagei dreht sich um und schreit: „Kannst du mich nicht in Ruhe lassen? Ich bin ein politischer Gefangener!“

Diese traurigen Leute – entweder werden sie Priester oder Politiker oder sie werden bedeutende Pädagogen, Professoren, Philosophen, Theologen. Aber sie werden niemals erleuchtet, so viel ist absolut sicher – das liegt in der Natur der Dinge.

Um erleuchtet zu werden, braucht man die Leichtigkeit einer Blüte, die Leichtigkeit einer Feder, die schillernden Farben eines Regenbogens. Man braucht die Freude der Vögel am Morgen, man braucht die Freiheit der Wolken. Man braucht nur eines: Ein Herz voller Ekstase – nicht die Ekstase des Absoluten, nicht die Ekstase des Paradiesischen, sondern die Ekstase des Hier und Jetzt, die Ekstase dieses Augenblicks: Deine Augen sind voll von genau diesem Augenblick. Nichts anderes ist da, keine Vergangenheit, keine Zukunft. Dieser Augenblick durchdringt dich so total, so intensiv, so leidenschaftlich, dass nichts mehr übrig bleibt. Nur diese wenigen wurden erleuchtet.
 

 

Osho, Auszug aus: Die Gans ist raus