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Osho Mit der Vergangenheit brechen

Mit der Vergangenheit brechen

 
Die Grundprobleme, mit denen sich der schon genannte Bericht ,,Unsere gemeinsame Zukunft" beschäftigt - Nahrungssicherung, Überbevölkerung und Rohstoffe, Artenerhaltung und Ökosysteme, Industrie, Verschmutzung und Verstädterung - stellen alle nur einen Bruchteil des Gesamtproblems dar. Der Bericht geht an dem eigentlichen Problem vorbei. Er sagt, dass alle Nationen zusammen arbeiten müssen, aber er lässt dabei die Wurzeln außer Acht: Wer teilt denn die Erde? 
 
Er sagt, dass Ökonomie und Ökologie zusammenhängen; aber was ist mit den Interessengruppen der Vergangenheit, der Religion und Politik - die die Ursache sind für die Teilung in Nationen? 
 
Wenn der Bericht sagt, dass wir jetzt etwas tun müssen um die Zukunft zu retten, impliziert er damit, dass die gegenwärtige Situation von der Vergangenheit geschaffen wurde. Aber wir kleben noch immer an der Vergangenheit, in jeder Hinsicht. Wenn wir die Zukunft auf dem Gewissen haben, wer hat uns dann auf dem Gewissen?. Wir sind Produkt der Vergangenheit, und wir leben im Elend. 
 
Wir haben diese Probleme nicht geschaffen, sie wurden von der vergangenen Menschheit geschaffen. Wenn wir wirklich Lösungen für die Zukunft finden wollen, müssen wir die Wurzeln dieser Probleme in der Vergangenheit aufdecken. 
 
Indem wir die Blätter der Bäume beschneiden, ändert sich nichts. Ihr werdet das Messer bei den Wurzeln ansetzen müssen. Und sobald ihr bei den Wurzeln ansetzt, kommt ihr in Schwierigkeiten. Denn in den Wurzeln sitzen die Politiker, in den Wurzeln sitzen die organisierten Religionen, in den Wurzeln sitzen alle Nationen - und die Grundeinheit der Gesellschaft ist die Ehe, und auf die gehen alle unsere Probleme im Grunde zurück. 
 
Wenn wir die Ehe auflösen können, löst sich die Gesellschaft auf und als Nebeneffekt verschwinden die Staaten, die Rassen, die Priester und Politiker. Gerade darum beharren sie alle so auf der Ehe - weil sie wissen, dass hier die Wurzel ist, und dass sie gebraucht wird, um den Menschen unglücklich und versklavt zu halten. 
 
Um eine andere Zukunft zu bekommen als die, die von selbst kommen wird, werden wir uns von der Vergangenheit abschneiden müssen. 
 
Es scheint, der Mensch ist nur für Dinge da wie Demokratie, Sozialismus, Faschismus, Kommunismus, Hinduismus, Christentum, Buddhismus, Islam. 
 
Die Wirklichkeit sollte so sein, dass alles für den Menschen da ist - oder gar nicht erst da sein sollte, wenn es gegen den Menschen ist. Die ganze Menschheitsvergangenheit wimmelt von dummen Ideologien, und für die haben die Menschen Kreuzzüge geführt, getötet, gemordet, Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt. Wir müssen all diesen Wahnsinn fallen lassen. 
 
Wir können auf dieser Welt überhaupt nichts verändern, außer wir reißen diese Wurzeln radikal aus. 
 
Die Menschheit hat heute nichts nötiger, als darüber aufgeklärt zu werden, dass sie von ihrer Vergangenheit betrogen wurde, dass es keinen Zweck hat, die Vergangenheit fortzusetzen, dass es Selbstmord wäre - und dass eine neue Menschheit absolut und dringend notwendig ist.