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Osho Art

Osho hat Bücher immer geliebt, und seine eigene riesige Bibliothek ist in vieler Hinsicht eine außergewöhnliche Sammlung. Viele Bücherfreunde signieren und datieren ihre Bücher sehr einfach – mit ihrem Namen und vielleicht dem Datum, an dem das Buch gekauft wurde.

Osho, unnachahmlich wie er war, entwickelte ein einzigartiges und individuelles Exlibris, er machte die ersten Seiten eines jeden Buches zu einem Kunstwerk. Seine leuchtenden Kompositionen aus Farben und Licht – mit Faserstiften kreiert – beziehen oft seine Unterschrift mit ein. Und in jeder zeigt sich eine verspielte, spontane und meditative Haltung, die in uns allen steckt, wenn wir nur entspannen und sie erlauben können.

Osho sah die ersten Reproduktionen seiner Werke als Siebdrucke. Eine neue Serie von Reproduktionen wurde auf Aluminium gedruckt, aus hochwertigen Scans der Originale. Eine Ausstellung im OSHO International Meditation Resort in Pune zeigt nun einige der über zweitausend Kunstwerke und Unterschriften, die Osho auf diese Weise geschaffen hat.

“Jede Kunst kann entweder als subjektive Kunst oder als objektive Kunst bezeichnet werden. Subjektive Kunst findest du überall. Sie kommt aus deinen Gefühlen, deinem Herzen, deinem Kopf: in Gemälden, in Gedichten, in Musik. Aber objektive Kunst kommt aus der Leere deines Herzens, du wirst zu einer Flöte, zu einem hohlen Bambus, und das Universum singt durch dich. Dein einziger Verdienst ist, dass du keine Barrieren aufbaust.”

“Der Unterschied zwischen subjektiver und objektiver Kunst beruht auf Meditation. Alles, was aus dem Verstand kommt, bleibt subjektive Kunst, und alles, was aus dem Nicht-Verstand kommt, aus der Stille, aus Meditation, ist objektive Kunst.”

“Tausende Male bin ich von Menschen gefragt worden: ‚Was bedeutet diese Unterschrift? In welcher Sprache unterschreibst du?’ Sie bedeutet gar nichts! Es ist keine Sprache. Ich habe auf verschiedene Weise geantwortet, aber eigentlich kann ich nicht unterschreiben – ich bin nicht hier. Ich habe einfach ein Symbol erschaffen. Meine Unterschrift sagt nichts aus, sie ist nur ein Symbol. Sie weist auf etwas hin, aber sie sagt nichts, sie bedeutet nichts. Es ist nicht mein Name. In diesem Zustand zu sein, wo man sagen kann: ‚Ich bin nicht, nur die Existenz ist’, das ist der größte Segen, den es auf der Welt gibt.”

“Das ist die Einsicht aller Buddhas: Wenn du zu einem Niemand wirst, erwächst eine große Schöpferkraft aus dir. Das Ganze fließt durch dich hindurch, du wirst zu einem Vehikel, zu einem Durchlass, einem Medium, einer Stimme für das Ganze.”

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